Homepage » Militär » Die belgischen Alpha Jets fliegen künftig für Top Aces

Das kanadische Luftfahrtunternehmen Top Aces hat alle 25 von Belgien angebotenen Alpha Jets sowie ein umfangreiches Ersatzteillager gekauft. In Belgien standen die Flugzeuge 40 Jahre im Dienst, künftig werden sie Feind- und Zieldarstellungsmissionen fliegen.

10.07.2020

Belgien hatte seine Alpha Jets zwischen 2003 und 2018 nur noch bei der französisch-belgischen Fortgeschrittenen-Schulung eingesetzt, die in Cazaux beheimatet war. © AMD-BA/Aviaplans

Die belgischen Luftstreitkäfte hatten den von Dassault und Dornier gemeinsam entwickelten und gebauten, leichten Jet seit 1978 als Trainingsflugzeug genutzt. Im Januar dieses Jahres waren die letzten Alpha Jets aus Frankreich nach Belgien zurückgekehrt und wurden auf der Basis in Beauvechain eingemottet. Sie standen seit 2003 bei der Advanced Jet Training School in Cazaux in Frankreich im Dienst, wo das gemeinsame Fortgeschrittenen-Training für belgische und französische Piloten stattfand. Nach ihrer Rückkehr wurde insgesamt 25 Flugzeuge eingemottet, während die belgische Regierung einen Käufer suchte.

Red Air künftig auch für die USAF

Nun hat Belgien die Verkaufsbemühungen erfolgreich angeschlossen: Die 25 Flugzeuge gehen an das kanadische Feinddarstellungs-Unternehmen Top Aces. Das Unternehmen betreibt bereits 20 Alpha Jets, die es von der Luftwaffe übernommen hat und fliegt mit ihnen Ziel- und Feinddarstellung (so genannte Red Air Einsätze) in Kanada, in Australien und in Deutschland. In Kürze wird Top Aces von Mesa in Arizona aus auch Feinddarstellung für die US Air Force fliegen. Zusätzlich zu den Alpha Jets gehören auch sieben Douglas A-4 Skyhawk, zwei Learjet 35 sowie mehrere F-16A Fighting Falcon zur Flotte des Unternehmens. Die Flugzeuge von Top Aces haben seit der Gründung der Firma vor 20 Jahren schon über 83.000 Flugstunden in den Diensten des Unternehmens gesammelt.

Top Aces hat neben den belgischen Alpha Jets auch das umfangreiche Ersatzteillager gekauft. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht. Der überzählige Flugsimulator für das Muster geht allerdings nicht nach Kanada, sondern nach Braunau am Inn in Österreich zum Trainingsunternehmen AMST.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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