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Die Republic of Korea Air Force sagt „Pharewell Phantom!“

Am 7. Juni stellte die Republic of Korea Air Force (ROKAF) die F-4 Phantom mit einer Verabschiedungszeremonie außer Dienst. Das Kampfflugzeugmuster war seit 1969 bei der ROKAF im Dienst.

12.06.2024

Eine F-4E der ROKAF startete am 7. Juni 2024 zu einem Pharewell-Flug von der Suwon Air Base in Südkorea. © ROKAF

Am 7. Juni 2024 haben die Luftstreitkräfte von Südkorea (Republic of Korea Air Force) im Rahmen einer Abschiedsfeier auf der Suwon Air Base die F-4 Phantom ausgemustert. Dabei überflogen F-16, KF-16, FA-50, RF-16, F-15K und F-35A den Ort der Zeremonie. Bereits Ende April hatte die ROKAF das Muster allerdings nicht mehr im aktiven Dienst genutzt. Am 7. Juni waren zwei F-4E Phantom zu einem letzten Flug gestartet, der rund eine Stunde dauerte. Einer der beiden Fighter trug aus diesem Anlass eine Lackierung, die der ersten Lackierung der südkoreanischen Phantoms entsprach.

Die F-4 Phantom II stand 55 Jahre im Dienst der Republic of Korea Air Force. © ROKAF

Die ROKAF war der letzte Nutzer der Phantom in Asien. Japan hatte seine Phantom schon 2020 in den Ruhestand geschickt. Aerobuzz hatte darüber berichtet. Südkorea hatte die ersten sechs F-4D im Jahr 1969 übernommen. Im Jahr zuvor hatten südkoreanischen Piloten in den USA auf dem Muster trainiert. Südkorea kaufte insgesamt 222 F-4, darunter 92 F-4D, 103 F-4E und 27 Aufklärer des Typs RF-4C. Das Muster bildete bis in die neunziger Jahre das Rückgrat der südkoreanischen Luftstreitkräfte. Mit der Einführung der F-16 schwand die Bedeutung der Phantom bei der ROKAF. Trotzdem sollte es noch bis 2024 dauern, bevor die letzten Phantoms ausgemustert wurden.

Der südkoreanische Verteidigungsminister Shin Won-sik sagte bei der Verabschiedung des Musters: „Die vergangenen 55 Jahre mit der Phantom war eine Geschichte des Sieges für die Republik Korea. Der edle Geist der Phantom, die sich dem Schutz des südkoreanischen Luftraums verschrieben hat, wird uns immer erhalten bleiben.“

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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