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Die U.S. Air Force unterstützt Natilus beim Bau eines KONA-Demonstrators

Eine signifikante Reduzierung des Treibstoffverbrauchs lässt auch Streitkräfte einen näheren Blick auf neue Luftfahrtprojekte werfen. Die U.S. Air Force und das Pentagon investieren jetzt in das Start-up Natilus, um einen Demonstrator des Blended-Wing-Body-Flugzeugs KONA zum Fliegen zu bringen.

23.10.2026

Die U.S. Air Force hat Natilus finanzielle Unterstützung zur Entwicklung und Demonstration eines Blended-Wing-Body-Transportflugzeugs zugesagt. © Natilus

Das Start-up-Flugzeugbau-Unternehmen Natilus aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien hat wichtige Unterstützung für die Entwicklung und den Bau seines Blended-Wing-Body-Frachtflugzeugs KONA erhalten. Das US-Kriegsministerium unterstützt das Unternehmen mit 3,5 Millionen US-Dollar, umgerechnet 3,11 Millionen Euro. Damit will das Pentagon die Entwicklung des von zwei PT6-Turboprop-Triebwerken von Pratt & Whitney Canada angetriebenen Flugzeugs beschleunigen und Tests eines Flugzeugs in Originalgröße ermöglichen. Natilus schrieb dazu auf einem seiner Social-Media-Kanäle: „Hinter den Schlagzeilen nimmt der Prototyp von KONA in Originalgröße Gestalt an.“

KONA wird für den Betrieb von unvorbereiteten Pisten ausgelegt und soll nach den Berechnungen der Konstrukteure mit einer Runway-Länge von 800 Metern auskommen. Die angestrebte Nutzlast beträgt 3,8 Tonnen, die Reichweite 800 nautische Meilen, umgerechnet 1.481 Kilometer. Die Spannweite der Kona gibt Natilus mit 26 Metern an.

Die fliegende Flunder soll aufgrund ihrer aerodynamischen Auslegung 30 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als vergleichbare Flugzeuge in konventioneller Auslegung. Eine solche Treibstoffersparnis würde den logistischen Aufwand bei militärischen Operationen reduzieren.

Der KONA-Demonstrator wird praxisnahe Daten liefern

Aleksey Matyushev, der Mitbegründer und CEO (Hauptgeschäftsführer) von Natilus, sagte: „Mit KONA evaluiert das US-Kriegsministerium eine neue Lufttransportkapazität, die im Zuge der Weiterentwicklung der militärischen Anforderungen praxisnahe Daten zu Kosten, Zuverlässigkeit, Nutzlast und Auslastung liefern kann. Während wir KONA entwickeln, um den globalen Bedarf des zivilen Marktes an einem effizienteren regionalen Frachter zu decken, werden diese Investition und der beschleunigte Einsatzzeitplan mit der U.S. Air Force die Vorteile von KONA hinsichtlich Nutzlast, Reichweite, Effizienz und Flexibilität für die Streitkräfte unter Beweis stellen.“

Neben Pratt & Whitney Canada als Zulieferer für Triebwerke hat der Hersteller auch einen Zulieferer für die Kohlefaser-Struktrubauteile benannt. Collins Aerospace wird das Frachtladesystem für das Flugzeug liefern. Natilus will einige Strukturbauteile wie beispielsweise die Leitwerke sowie die Ruderflächen selbst herstellen.

Im Februar 2025 hatte die kanadische Frachtfluggesellschaft Nolinor Aviation ihre Absicht geäußert, eine nicht genannte Zahl von KONA-Frachtflugzeugen zu kaufen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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