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Schweizer Luftwaffe trainiert künftig in Schottland

Die Schweizer Luftwaffe übt seit 1998 Nachtflüge mit ihren Kampfjets vm Typ F/A-18 in Norwegen. Damit ist jetzt Schluss: Bereits diesen November werden die Piloten erstmals in Schottland trainieren.

1.11.2017

Die Schweizer Luftwaffe verlegt einen Teil des Trainings mit F/A-18 von Norwegen nach Schottland. © Arnd Wiegmann

Seit 1998 trainierten Schweizer Kampfjetpiloten in jedem Jahr ihre Nachtflüge in Norwegen. Dies, aus Rücksicht auf die eidgenössische Bevölkerung, die durch die Trainingsflüge ihrer eigenen Streitkräfte in der Nacht nicht gestört werden sollte.

Da die norwegische Ørland Main Air Station aufgrund der Stationierung von F-35 Lightning II für rund 400 Millionen Euro umgebaut wird, sind dort bis 2020 größere Bauarbeiten im Gange, die Trainings der Schweizer Luftwaffe dort unmöglich machen. Mit der Royal Air Force Station Lossiemouth in Schottland hat die Schweizer Luftwaffe jedoch einen Ersatz gefunden. Die Infrastruktur vor Ort sei geeignet, zudem gebe es bereits eine rechtliche Grundlage, die dies ermöglicht, heißt es von der Schweizer Luftwaffe.

Schottland soll zur Dauerlösung werden

In weniger als zwei Wochen sollen die ersten F/A-18 der Luftwaffe in Schottland landen. Am geplanten Training von Lossiemouth sollen vom 13. November bis zum 8. Dezember 35 Piloten (darunter zehn F/A-18-Piloten) sowie 100 Angehörige des Bodenspersonals beteiligt sein. Derzeit ist noch nicht geklärt, ob der Standort in Schottland langfristig für die Nachtflug-Trainings genutzt werden kann. Anfang dieses Jahres wurde in Schweizer Medien berichtet, dass Norwegen auch aus Kostengründen als Trainingsstandort auf der Kippe stand. Man beabsichtige ein „längerfristiges Engagement“ in Schottland, hieß es von der Medienstelle der Schweizer Streitkräfte, „eine Rückkehr nach Norwegen sei zumindest derzeit nicht geplant“.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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