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Die letzte Reise von John Travoltas Boeing 707

John Travoltas Boeing 707 ist jetzt auf dem Weg aus den USA nach Australien. Die Reise sollte ursprünglich auf dem Luftweg erfolgen, doch die Zeit spielte gegen diesen Plan. Nun ist der Vierstrahler per Schiffstransport – und demontiert – unterwegs.

16.03.2026

Der Rumpf der Boeing 707 ist bereits auf einem Tieflader verladen, die Tragflächen wurden sorgsam demontiert. © Worldwide Aircraft Recovery

Der US-Schauspieler John Travolta ist ein großer Luftfahrt-Enthusiast. Er besaß – und flog selbst – zwischen 1998 und 2017 eine Boeing 707, die in den Farben der australischen Fluggesellschaft Qantas lackiert ist. Travolta diente auch mehrere Jahre als Markenbotschafter der Qantas.

Nachdem klar war, dass er das von vier JT3C-Triebwerken angetriebene, historische Verkehrsflugzeug nicht länger betreiben wird, schenkte er es dem Luftfahrtmuseum Historical Aircraft Restoration Society (HARS) am Flughafen Albion Park südlich von Sydney an der australischen Ostküste.

Eigentlich war geplant, den Jet auf dem Luftweg von seinem Standort in Florida nach Australien zu überführen. AeroBuzz hatte darüber berichtet. Doch zunächst nahm die Restaurierung mehr Zeit in Anspruch als vorgesehen, dann verhinderten die australischen Einreisebeschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie den Ferryflug nach Down Under. Das Flugzeug stand deshalb bei dem Unternehmen Stambaugh Aviation in Brunswick im US-Bundesstaat Georgia und wartete auf seinen Transport nach Australien.

Transport zum Hafen

Nun ist es soweit: Das Unternehmen Worldwide Aircraft Recovery hat die Boeing 707 fachgerecht demontiert und auf einen Tieflader verladen. Der brachte den Rumpf, die Tragflächen und die anderen demontierten Teile in den Hafen von Brunswick, wo das demontierte Flugzeug nun auf ein Schiff verladen wird, das es nach Australien bringt. Dort soll der Jetliner mit dem Kennzeichen N707JT wieder zusammengebaut und den Besuchern des Museums in der Ausstellung gezeigt werden.

HARS ist eine Freiwilligenorganisation mit rund 600 Mitgliedern, von denen viele einen beruflichen technischen Hintergrund haben. Deshalb ist es dem Museum auch möglich, Flugzeuge wie eine Lockheed P-3 Orion, eine Lockheed P-2 Neptune, eine Grumman S-2E/G Tracker und eine Lockheed Constellation sowie weitere Flugzeug-Veteranen auch in flugfähigem Zustand zu halten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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