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757-Frachttor öffnet sich nach dem Start in Leipzig

Schwerer Zwischenfall mit einem Boeing-757-Frachtflugzeug: Kurz nach dem Start vom Flughafen Leipzig/Halle öffnet sich plötzlich das große Frachttor im Flug. Die Besatzung kehrt um und landet sicher wieder auf dem Startflughafen. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. Die BFU untersucht den Vorfall.

15.02.2021

Eine Boeing 757-200F der DHL auf dem Vorfeld des Flughafen Köln/Bonn. © V. K. Thomalla

Am Samstag hat es am Flughafen Leipzig/Halle einen schweren Zwischenfall mit einer Boeing 757 der DHL gegeben. Das von zwei Rolls-Royce RB211-535-Turbofans angetriebene Flugzeug mit dem Kennzeichen G-DHKZ war um 05.32 Uhr Mitteleuropäischer Zeit von der Startbahn 26L abgehoben und befand sich im Steigflug, als sich plötzlich das große Frachttor auf der linken Rumpfseite öffnet.

Bei diesem Vorfall lösten sich einige Teile von dem Flugzeug und fielen aus 5.300 Fuß Flughöhe (1.615 Meter) zu Boden. Die Crew setzte einen Notruf ab und kehrte direkt zum Startflughafen zurück, wo sie um 05.47 Uhr in Gegenrichtung des Starts auf der Piste 08R landete. Die 757 blieb für mehr als 30 Minuten auf der Piste stehen, bevor es zum Vorfeld geschleppt wurde.

Keine Fracht an Bord

Die 757 war unter der Flugnummer QY126 auf dem Weg von Leipzig /Halle nach Frankfurt und hatte keine Fracht an Bord. Bei dem Vorfall wurde das Flugzeug beschädigt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig wurde benachrichtigt und schickte Mitarbeiter zur Untersuchung des Zwischenfalls nach Leipzig. Das Flugzeug wurde bei dem schweren Zwischenfall beschädigt, aber es gab keinen Personenschaden.

Bei der 757 handelt es sich um ein 1992 gebautes Flugzeug, das bis 2010 für verschiedene Airlines Passagiere beförderte, darunter auch die Greenlandair und die Air Greenland. 2011 wurde sie zum Frachtflugzeug modifiziert und fliegt seit Herbst 2018 unter ihrer heutigen Registrierung für die DHL Air.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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