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Aerolineas Argentinas feiert 70-jähriges Bestehen mit Retrojet

Die Aerolineas Argentinas hat eine ihrer Boeing 737 als Retrojet lackiert. Obwohl es für sie – coronabedingt – wenig zu feiern gibt, lässt es sich die Gesellschaft nicht nehmen, mit dieser Sonderlackierung an ihre Gründung vor 70 Jahren zu erinnern.

9.09.2020

Mit diesem Boeing 737-700-Retrojet erinnert Aerolineas Argentinas an die Gründung der Gesellschaft im Jahr 1950. © Aerolineas Argentinas

Die argentinische Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas gehört zu den von der Coronakrise mit am schwersten betroffenen Airlines weltweit. Während andere Airlines wenigstens einen Rumpf-Flugplan aufrecht erhalten konnten, hatte die Regierung des südamerikanischen Staates als Maßnahme gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie bereits Ende April die Verkäufe von Flugtickets mit Start oder Ziel in Argentinien bis zum 1. September 2020 verboten. Damit waren dem Mitglied der Skyteam-Allianz die Hände gebunden, und die Flotte musste untätig am Boden bleiben.

70 Jahre Aerolineas Argentinas

Die Fluggesellschaft feierte zu Beginn dieses Monats nicht nur die Wiederaufnahme des Linienflugbetriebs, sondern auch ihr 70-jähriges Bestehen. Dazu hat sie eine ihrer Boeing 737-700 in den letzten Wochen mit einer Sonderlackierung versehen. Der Single-Aisle-Jet mit dem Kennzeichen LV-GOO wurde mit einem Farbschema versehen, das dem entspricht, welches die Airline in den achtziger Jahren verwendete.

Aeronlineas Argentinas hat eine Boeing 737-700 mit einem Retro-Farbschema lackiert. © Aerolineas Argentinas

Aerolineas Argentinas entstand durch den staatlich angeordneten Zusammenschluss von vier bis dahin unabhängigen Fluggesellschaften des Landes. Die Fluglinien hatten eine Vielzahl von unterschiedlichen Mustern im Einsatz, die erst im Laufe der ersten zehn Jahre der Aerolineas Argentinas vereinheitlicht wurden. Im Frühjahr 1959 begann mit der De Havilland Comet 4 auch für Aerolineas Argentinas das Jet-Zeitalter. Die Comet 4 brachte der Fluggesellschaft allerdings kein Glück: innerhalb der ersten drei Jahre verunglückten drei der frühen Jets. 1965 bestellte die Airline dann die Boeing 707 und bediente mit ihr sogar Strecken zwischen Buenos Aires und Europa nonstop. Die Strecke zwischen der argentinischen Hauptstadt und Rom war seinerzeit die längste Nonstop-Linienflugstrecke der Welt. Das Unternehmen gehörte auch zu den Nutzern der Boeing 747SP für ultralange Strecken.

Die Flotte der Fluggesellschaft besteht derzeit auch 54 Flugzeugen: 8 Boeing 737-700, 31 Boeing 737-800, 5 Boeing 737 MAX 8 sowie fünf Airbus A330-200. Die Tochtergesellschaft Austral Liéas Aéreas betreibt zusätzlich 26 Regionaljets des Typs Embraer 190.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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