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Behörde warnt A220-Betreiber vor Regenwasser im Avionikabteil

Bei starkem Regen während des Einsteigens der Passagiere hatte sich viel Wasser in der vorderen Küche eines Airbus A220 gesammelt. Das drang anschließend in das Avionikabteil ein und verursachte einen Kurzschluss. Nun hat die kanadische Luftfahrtbehörde Betreiber dieses Musters durch eine Flugsicherheitsanweisung eine Modifikation auferlegt.

11.09.2020

Die Luftfahrtbehörde Transport Canada hat eine Flugsicherheitsmitteilung veröffentlicht, nachdem Regenwasser in das Avionikabteil eines Airbus A220 eingedrungen war. © Volker K. Thomalla

Die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada hat die Flugsicherheitsanweisung AD CF-2020-30 (Airworthiness Directive) veröffentlicht, in der Betreiber des Airbus A220 aufgefordert werden, innerhalb von zwölf Monaten die Wasserabläufe in der vorderen Galley zu modifizieren, um zu verhindern, dass Regenwasser in das darunter liegende Avionikabteil eindringen kann.

Boarding bei Starkregen

Auslöser dieses AD war ein Zwischenfall in Kanada, von dem die Behörde allerdings weder den Zeitpunkt noch den Ort oder die betroffene Gesellschaft benannt hat. Dort hatte es während des Boardings stark  geregnet, und Regenwasser war durch die geöffnete Tür in das Flugzeug gelangt und hatte sich in der vorderen Galley gesammelt. Die Abflüsse in der Galley liefen über, und Regenwasser tropfte während des Rollens zum Startpunkt in das unter der Küche liegende, vordere Avionikabteil. Dort drang das Wasser in die Elektronik ein und führte zu einem Kurzschluss, der wiederum zu einem Abschalten eines der beiden Triebwerke führte.

„Das Eindringen von Wasser in das vordere Avionikabteil kann Kurzschlüsse in der Ausrüstung in diesem Bereich führen und zu einem Verlust der Luftdaten-Sensoren“, begründete Transport Canada die Veröffentlichung des AD.

Nun müssen die Betreiber der betroffenen Flugzeuge die Wasserabläufe modifizieren. Einige müssen verändert, andere komplett verschlossen werden.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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