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BER-Eröffnung: Wie sich die DFS darauf vorbereitet hat

Der Flughafen Berlin Brandenburg ist eröffnet. Heute morgen startete das erste Flugzeug vom BER. Die Flugsicherung hatte sich über Jahre auf dieses Ereignis vorbereitet. Der Tower am Hauptstadtflughafen ist schon seit 2012 in Betrieb.

1.11.2020

Der Tower des BER, in dem die Lotsen der DFS ihren Dienst verrichten. © V. K. Thomalla

Die Eröffnung einer komplexen Verkehrsinfrastruktur wie der eines neuen Flughafens erfordert eine genaue und abgestimmte Vorbereitung. Bei einem neuen Airport spielt die Flugsicherung eine zentrale Rolle. Die An- und Abflugverfahren müssen gefunden, festgelegt, getestet und veröffentlicht werden, die neue Technik muss installiert und das Personal geschult werden.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hatte sich schon für die zunächst 2012 geplante Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens vorbereitet. Der Tower war bereits 2012 betriebsbereit und hat seitdem den Verkehr von Berlin-Schönefeld gesteuert. Doch erst jetzt, mit der gestrigen Erstlandung eines Airbus A320neo von easyJet und eines Airbus A320neo der Lufthansa sowie mit dem ersten Abflug eines Passagierflugzeugs vom BER heute morgen, wird sich zeigen, ob alles so läuft, wie man es sich vorgestellt hat.

Keine Stellprobe: am 31. Oktober 2020 legten erstmalig Flugzeuge mit Passagieren an Bord am neuen Terminal des Flughafen BER an. © Thomas Köhler/Photothek/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Da der Flugbetrieb am Flughafen Berlin-Tegel noch bis zum 7. November läuft und in den nächsten Tagen auf den BER verlegt wird, ist die Eröffnung des neuen Airports für die Lotsen eine Art „soft opening“, da sie nicht mit der vollen Auslastung konfrontiert sind. Die Coronakrise sorgt zudem dafür, dass die Lotsen im ersten Betriebsmonat des BER gerade einmal ein Viertel des sonst üblichen Verkehrs kontrollieren müssen.

Die Südpiste geht am 4. November in Betrieb

Derzeit wird der Verkehr am BER nur über die nördliche der beiden Pisten abgewickelt. Die Südbahn wird offiziell mit der Landung eines Widebodies von Qatar Airways am 4. November in Betrieb genommen. Von diesem Tag an gelten die neuen Verfahren am BER.

„Insgesamt 170 operative Mitarbeiter im Tower und in der Kontrollzentrale Bremen – von hier sortieren die Fluglotsen unter anderem den Anflugverkehr auf die beiden Bahnen – mussten mit den komplexen An- und Abflugverfahren des BER vertraut gemacht werden. Die über einen Zeitraum von acht Monaten laufenden Schulungen wurden so umgesetzt, dass der Betrieb an den Flughäfen Schönefeld und Tegel ohne Einschränkungen weiterlief“, teilte die DFS mit.

Professor Klaus-Dieter Scheurle, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der DFS, sagte: „Die Arbeitsschutzauflagen, die wir zum Schutz unserer Mitarbeiter vor dem Coronavirus eingeführt haben, waren eine zusätzliche Herausforderung. Trotzdem ist es uns gelungen, 27.000 Trainingsstunden ohne Verzögerungen oder Kapazitätseinbußen zu absolvieren. Darauf bin ich stolz.“

Eine Herausforderung in den Vorbereitungen hätten die Umplanungen seitens des Flughafens dargestellt, vor allem der parallele Betrieb des neuen Hauptterminals und des bisherigen Schönefelder Terminals, das jetzige T5, so Scheuerle. „Dies war eine ganz neue Herausforderung, für die wir eine Lösung finden mussten. Um ein langes Rollen am Boden und das Kreuzen von aktiven Pisten zu verhindern, werden die Flugzeuge nun schon in der Luft nach ihren Anfluggates vorsortiert und zur jeweiligen Landebahn geführt.“

 

 

 

 

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