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Lufthansa hat ihre letzte A340-600 aus dem Flugbetrieb genommen

Die Zahl der im aktiven Flugdienst stehenden Airbus A340-600 sinkt rapide. Dabei hatte Airbus nur 97 Exemplare der Version A340-600 überhaupt gebaut. Nun hat auch die Lufthansa ihre letzte A340-600 in den Ruhestand geschickt.

20.10.2026

Der Airbus A340-600 stand 23 Jahre im Dienst der Lufthansa. Die D-AIHW führte den letzten Flug des Musters in Lufthansa-Diensten am 19. Oktober 2026 durch. © Lufthansa

Dank eines günstigen Rückenwinds über dem Nordatlantik war der letzte Flug eines Airbus A340-600 der Lufthansa schneller von Washington, D.C. nach Frankfurt geflogen als eigentlich geplant. Der 18 Jahre alte Airbus A340-600 mit dem Kennzeichen D-AIHW setzte rund eine halbe Stunde früher auf der Piste des Lufthansa-Drehkreuzes Frankfurt auf und beendete damit die Dienstzeit des Musters.  An Bord des letzten A340-600-Flugs der Lufthansa waren 267 Fluggäste und 15 Besatzungsmitglieder. Allen Passagieren überreichte die Crew ein Abschiedsbuch als Geschenk.

Mit einer Nachricht am Gate verabschiedete sich auch der Flughafen Frankfurt vom letzten A340-600-Flug der Lufthansa. © Lufthansa

Die Lufthansa hatte die Ausmusterung der A340-600 mehrfach verschoben. Zuerst sollte das Muster nach der Corona-Krise nicht mehr in den Dienst zurückgeholt werden. Im November 2025 hatte die Airline noch mitgeteilt, dass sie im Januar 2026 die letzten A340-600-Flüge durchführen werde. Aber die A340-600 bewies ihre Qualität und blieb nochmal zehn Monate länger im Dienst als noch vor einem Jahr geplant.

Die Lufthansa hatte insgesamt 24 Airbus A340-600 in ihrer Flotte. © Volker K. Thomalla

Francesco Sciortino, Mitglied des Bereichsvorstands Lufthansa Airlines und Hubmanager Frankfurt, war Kapitän des Fluges LH419. Er sagte: „Diesen letzten Flug mit der A340-600 werden wir nicht vergessen. Ich bin dankbar dafür, dass dieses Flugzeug in 23 Jahren mehr als 40 Millionen Gäste sicher quer über den Globus geflogen hat. Gleichzeitig freuen wir uns über die größte Flottenmodernisierung in der Geschichte des Unternehmens. Die ,346’ geht und dafür kommen Flugzeuge der modernsten Bauart – leiser, effizienter und mit mehr Komfort. Schon bald erwarten wir den Airbus A350-1000, weitere Boeing 787 und im kommenden Jahr auch die Boeing 777-9. Wir investieren in unsere Premiumangebote für die Gäste und erneuern dabei nicht nur die Flugzeuge, sondern auch die Angebote und Services am Boden und in der Luft – für noch mehr Premium bei Lufthansa.“

Seit November 2003 bei der Lufthansa im Dienst

Die Lufthansa gehörte zu den Kunden, die Airbus drängten, die A340-600 zu bauen. Im November 2003 übernahm die Fluggesellschaft ihre erste A340-600. Die A340-600 und A340-500 werden von Rolls-Royce Trent-500-Turbofans angetrieben. Insgesamt flogen 24 Flugzeuge dieses Musters bei der Kranich-Airline. Die A340-600 war bis zum Erstflug der Boeing 747-8 mit einer Länge von 75,30 Metern das längste Verkehrsflugzeug der Welt. Zu den größten Betreibern der A340-600 gehörten die Lufthansa, die Iberia und Virgin Atlantic.

Auch nach der Ausmusterung des Typs bei der Lufthansa fliegen noch einige wenige A340-600, darunter bei der Mahan Air im Iran, bei AZAL in Aserbaidschan sowie bei Universal Sky Carrier aus Deutschland.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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