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Niki Lauda erhält den Zuschlag für Niki

Der österreichische Gläubigerausschuss hat sich in seiner gestrigen Sitzung dafür ausgesprochen, dass Niki Lauda die von ihm gegründete airberlin-Tochter Niki übernehmen soll. 

23.01.2018

Niki Lauda hat den Zuschlag in dem Bieterverfahren um die von ihm gegründete Fluggesellschaft Niki erhalten. © Volker K. Thomalla

Niki, die dritte: Nachdem zunächst Lufthansa bei der airberlin-Tochter Niki zum Zuge kommen wollte, danach die Airline-Gruppe IAG den Zuschlag erhalten hatte, hat sich im erneuten Bieterverfahren der Airline-Gründer Niki Lauda durchgesetzt.

Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob die Airline-Gruppe IAG Niki übernehmen könnte. Doch das Amtsgericht Berlin befand nach einer Beschwerde, dass die Insolvenz von Niki fälschlicherweise in Deutschland behandelt worden sei. Da Niki eine österreichische Fluggesellschaft sei, musste fortan ein erneutes Insolvenzverfahren in Österreich auf den Weg gebracht werden.

Insolvenzverfahren in Österreich

Aus diesem Prozess ging Niki Lauda als Gewinner hervor. Dies teilten heute die beiden Insolvenzverwalter Lucas F. Flotter und Ulla Reisch in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.  „Aus einem transparenten Bieterprozess ist heute in den frühen Morgenstunden die Laudamotion GmbH als Bestbieter hervorgegangen. Es wird von einer kurzfristigen insolvenzrechtlichen Genehmigung der Transaktion in Österreich und in Deutschland ausgegangen“, heißt es von den Insolvenzverwaltern.

Niki Lauda hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, dass die Laudamotion über eine Betriebsgenehmigung verfüge und deshalb die Slots der Niki quasi übergangslos übernehmen könnte. Er wolle Niki als österreichischen Carrier mit Headquarter in Wien und mit dem Fokus auf den österreichischen Markt wieder aufleben lassen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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