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Qantas hat über 50 Airbus-Flugzeuge fest bestellt

Die australische Fluggesellschaft Qantas setzt bei ihrer Flottenerneuerung komplett auf Flugzeuge von Airbus. Die Airline-Gruppe hat heute über 50 Flugzeuge (A350-1000, A321XLR und A220-300) fest bestellt und Optionen für weiter 94 unterzeichnet.

2.05.2022

Qantas hat am 2. Mai 2022 über 50 Airbus-Flugzeuge fest bestellt, darunter A350-100, A321XLR und A220. © Airbus

Die australische Qantas Group hat heute das Startsignal für eine umfassende Flottenmodernisierung gegeben, indem sie einen Großauftrag bei Airbus unterschrieben hat. Neben 52 Festbestellungen für die Airbus-Muster A350-1000, A321XLR und A220-300 hat die Airline-Gruppe auch Optionen und Kaufrechte für 94 weitere Airbus-Flugzeuge unterzeichnet.

Die zwölf A350-1000 gehören zum Project Sunrise, das Qantas 2018 initiiert hat, um Nonstop-Flüge zwischen Australien und New York sowie Australien und London anzubieten. Der Ausbruch der COVID-19-Krise hatte das Projekt jedoch verzögert. 2019 hatte die Fluggesellschaft die von zwei Rolls-Royce Trent XWB angetriebenen Airbus-Widebodies als bevorzugtes Muster für diese Flüge ausgewählt. Die A350-1000 sollen ab 2025 bis ins Jahr 2028 hinein ausgeliefert werden.

Aufträge und Optionen für 299 Narrowbodies

Im Rahmen des Projekts Winton wird Qantas seine Narrowbody-Flotte ersetzen. Derzeit betreiben die australische Fluggesellschaft und ihre Tochterunternehmen auf Kurz- und Mittelstrecken die Boeing 737 und Boeing 717. Diese Muster werden ab Ende 2024 durch A220 und A321XLR abgelöst. Die Optionen und Kaufrechte umfassen auch andere Mitglieder der A320neo-Familie sowie die A220-100. Rechnet man die bereits früher erteilten Aufträge für 109 Flugzeuge der A320neo-Familie für die Qantas-Tochter Jetstar hinzu, wird Qantas – falls alle Optionen in Festaufträge umgewandelt werden – in den nächsten zehn Jahren insgesamt 299 Standardrumpf-Flugzeuge von Airbus übernehmen. Bei den Triebwerken für die Narrowbodies hat sich Qantas für die Getriebefans der GTF-Familie von Pratt & Whitney entschieden.

Im Rahmen der heutigen Vertragsunterzeichnung hat Jetstar 20 ihrer bestehenden A320-Festaufträge in solche für die Langstreckenversion A321XLR umgewandelt.

Alan Joyce, der Qantas Group Chie Executive Officer, sagte heute in Sydney: „Neue Flugzeugmuster ermöglichen neue Dinge. Das macht die heutige Ankündigung so bedeutsam für die nationale Fluggesellschaft und für ein Land wie Australien, in dem der Luftverkehr von entscheidender Bedeutung ist. Im Laufe unserer Geschichte haben die Flugzeuge, mit denen wir geflogen sind, das Zeitalter definiert, in dem wir leben. Die 707 läutete das Jet-Zeitalter ein, die 747 demokratisierte das Reisen und die A380 brachte ein völlig neues Maß an Komfort. Mit der A350 und dem Projekt Sunrise wird jede Stadt nur noch einen Flug von Australien entfernt sein. Es ist die letzte Grenze und die letzte Lösung für die Tyrannei der Entfernung. Wie nicht anders zu erwarten, wurde die Kabine speziell für maximalen Komfort in allen Klassen für Langstreckenflüge konzipiert.

Die A320 und A220 werden in den nächsten 20 Jahren das Rückgrat unserer Inlandsflotte bilden und dazu beitragen, dass unser Land in Bewegung bleibt. Ihre Reichweite und Wirtschaftlichkeit werden neue Direktverbindungen ermöglichen und auch regionale Städte besser bedienen.“

Christian Scherer, der Chief Commercial Officer von Airbus und Leiter von Airbus International, sagte: „Qantas ist eine der legendärsten Fluggesellschaften der Welt, die seit ihrer Gründung vor über 100 Jahren einen visionären Geist vertritt. Wir fühlen uns geehrt durch das Vertrauen, das Qantas in Airbus setzt, und freuen uns darauf, dem Konzern eine der modernsten, effizientesten und nachhaltigsten Flotten der Welt zu liefern. Diese Entscheidung von Qantas unterstreicht die Position der A350 als Referenz für Langstrecken-Großraumflugzeuge.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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