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Aserbaidschan hat den Turboprop-Trainer Hürkuş II bestellt

Das Verteidigungsministerium von Aserbaidschan hat Turkish Aerospace (TUSAS) mit der Lieferung von 14 Turboprop-Schulflugzeugen des Typs Hürkuş-II beauftragt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde während der „Azerbaijan International Defence Exhibition“ (ADEX) unterzeichnet, die vom 30. September bis zum 2. Oktober in Baku stattfand.

6.10.2026

Beim Erstflug Ende 2024 war Hürkuş II 20 Minuten lang in der Luft und erreichte eine Flughöhe von 6.500 Fuß. © TUSAS

Mit diesem Vertrag avanciert Aserbaidschan zum ersten Exportkunden für das einmotorige Schulflugzeug Hürkuş-II. Bei der Hürkuş II handelt es sich um eine an die Bedürfnisse der türkischen Luftstreitkräfte (Turk Hava Kuvvetleri) angepasste Version des Hürkuş-Trainingsflugzeugs, das 2013 zum ersten Mal geflogen ist. Die Turkish Air Force hat insgesamt 55 Hürkuş II bestellt.

Haluk Görgün, der Leiter des türkischen Sekretariats für Verteidigungsindustrie (SSB), erklärte nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, dass 14 Flugzeuge für Aserbaidschan gefertigt würden und die Auslieferungen voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen sollten.

Die ersten Hürkuş-II waren bereits am 28. September – kurz vor der Vertragsunterzeichnung auf der ADEX – an die Turk Hava Kuvvetleri übergeben worden.

Fertigung von Komponenten in Aserbaidschan

Im Anschluss an die Unterzeichnung teilte Mehmet Demiroğlu, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Turkish Aerospace Industries mit, dass Gespräche über eine mögliche Fertigung von Hürkuş-Subsystemen in Aserbaidschan im Gange seien. Er verwies darauf, dass Turkish Aerospace bereits mit einer Niederlassung in Aserbaidschan vertreten sei, und betonte die Absicht des Unternehmens, zur Entwicklung der aserbaidschanischen Verteidigungsindustrie beizutragen.

Demiroğlu nannte weder die konkret in Betracht gezogenen Subsysteme noch einen Zeitplan für eine mögliche lokale Fertigung. Seine Äußerungen deuten jedoch darauf hin, dass das Programm über die reine Lieferung fertiger Flugzeuge hinausgehen und auch eine industrielle Zusammenarbeit umfassen könnte. Zudem hob Demiroğlu das Interesse Aserbaidschans am weiteren Flugzeugportfolio von Turkish Aerospace hervor, einschließlich des Kampfflugzeugs KAAN.

Bob Fischer

 

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