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Begleitdrohne Airbus U740 Valkyrie ist zum ersten Mal in Europa geflogen

CCA (Collaborative Combat Aircraft), also unbemannte Kampfflugzeuge, die bemannte Fighter begleiten oder autonom Missionen ausführen können, stehen auf der Wunschliste vieler Luftstreitkräfte aus verständlichen Gründen sehr weit oben. Airbus bietet mit seinem Partner Kratos Defense & Security Solutions mit der U740 Valkyrie ein solches System an.

13.10.2026

Airbus und Kratos kooperieren bei dem Projekt der Begleitdrohne U740 Valkyrie. © Airbus

Airbus und das US-Rüstungsunternehmen Kratos Defense & Security Solutions aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien arbeiten bei der Entwicklung der Begleitdrohne U740 Valkyrie zusammen, um möglichst schnell der Luftwaffe und anderen, vor allem europäischen Streitkräften, ein einsatzbereites CCA zu Verfügung zu stellen. Die U740 soll schon 2029 Produktionsreife erreichen.

Die beiden Industriepartner haben jetzt einen wichtigen Meilenstein bei ihrem gemeinsamen Unterfangen erreicht: Erstmalig ist eine U740 Valkyrie in Europa geflogen. Der Start erfolgte laut Airbus-Mitteilung per Starthilfsraketen von einer Rampe auf einer nicht näher bezeichneten „Testanlage in Nordeuropa“.

Bei der U740 Valkyrie stellt Kratos das Fluggerät – welches auf der XQ-58 beruht, die Kratos für das U.S. Marine Corps fertigt – und Airbus sein Missionssystem MARS. MARS ist ein Akronym, welches für „Multi-platform Autonomous Reconfigurable and Secure“ steht. Airbus bezeichnet MARS als das „europäische Gehirn“ der Begleitdrohne, welches „die vollständige Kontrolle über Software, Missionsanwendungen, -daten sowie -systemhardware gewährleistet und deutsche und auch europäische Souveränität beim operativen Einsatz der Valkyrie ermöglicht.“

Die Reichweite der U740 liegt bei 5.000 Kilometern

Die U740 Valkyrie ist etwas größer als ein typisches Ultraleichtflugzeug. Das Fluggerät ist 9,1 Meter lang und verfügt über eine Spannweite von 8,2 Metern und gepfeilte Flügel. Waffen können bei der Drohne sowohl im internen Waffenschacht als auch an externen Stationen unter den Tragflächen mitgeführt werden. Die maximale Startmasse beträgt nach Herstellerangaben „etwa drei Tonnen“, die Dienstgipfelhöhe 45.000 Fuß. Die Reichweite gibt Airbus mit 2.700 nautischen Meilen (5.000 Kilometer) an.

Auf der ILA 2026 hatte Airbus die U740 Valkyrie noch als XQ-58A ausgestellt. © Volker K. Thomalla

Michael Schöllhorn, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Defence and Space, sagte: „In einer zunehmend komplexen und umkämpften Bedrohungslage benötigen Luftstreitkräfte heute bezahlbare Kampfmasse.Durch die Kombination der bewährten Flugzeugzelle von Kratos als ‚Program of Record‘ mit dem europäischen Missionssystem von Airbus können wir bis zum Ende des Jahrzehnts ein robustes, souveränes, bezahlbares und einsatzbereites CCA-System anbieten. Die Valkyrie wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, bemannte Kampfflugzeuge wie den Eurofighter mit größerer Reichweite, Feuerkraft und Überlebensfähigkeit auszustatten. Das Flugzeugdesign ermöglicht operative Resilienz durch die Fähigkeit zum Start von einer Rampe, bietet optional aber auch die Möglichkeit, von Startbahnen abzuheben und zu landen.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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