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Die Hunnu Air bestellt eine Beechcraft King Air 360

Es gibt weltweit nur wenige Länder, in denen keine Beechcraft King Air registriert ist. Die Mongolei gehörte bislang dazu. Doch nun wird dieser weiße Fleck auf der Verbreitungs-Landkarte der Beechcraft King Air beseitigt.

19.05.2026

Die Hunnu Air aus der Mongolei ist der erste Kunde für die Beechcraft King Air 360 in dem asiatischen Land. © Textron Aviation

Das Luftfahrtunternehmen Hunnu Air aus der Mongolei hat eine Beechcraft King Air 360 beim Hersteller Textron Aviation in Wichita im US-Bundesstaat Kansas in Auftrag gegeben. Das Unternehmen wird der erste Betreiber des zweimotorigen Turboprop-Musters in dem Land werden. Als Liefertermin für das Flugzeug wurde 2027 vereinbart.

Die Hunnu Air will mit der King Air 360 sein Angebot an touristischen Flügen und bei VIP-Charterflügen ergänzen. Mike Shih, Vorstandsmitglied für Strategie und Verkäufe bei Textron Aviation, sagte: „Die Beechcraft King Air 360 baut auf jahrzehntelang bewährten Fähigkeiten auf und bietet jene missionsspezifische Flexibilität, die Betreiber in der kommerziellen Luftfahrt, bei Spezialmissionen sowie im Regionalflugverkehr benötigen. Diese Ergänzung stärkt die Fähigkeit von Hunnu Air, weitere Reiseziele anzufliegen und den wachsenden Bedürfnissen der Reisenden in der gesamten Mongolei gerecht zu werden.“

Textron Aviation hatte die King Air 360 und King Air 360ER als neueste Versionen der erfolgreichen Turboprop-Flugzeugfamilie im August 2020 offiziell gelauncht. AeroBuzz hatte darüber berichtet. Bereits im Oktober 2020 ließ die US-Luftfahrtbehörde FAA das Muster zu.

Die Unterschiede zwischen der King Air 360 und ihrer Vorgängerin King Air 350 liegen vor allem im Inneren des Flugzeugs: Um die Arbeitsbelastung der Crew zu verringern, haben die Ingenieure des Herstellers das Auto-Throttle-System ThrustSense der Firma Innovative Solutions & Support (IS&S) in das Cockpit der zweimotorigen Turboprop integriert. Es ist in der Lage, automatisch die für die jeweilige Flugphase erforderliche Triebwerksleistung und Propellerstellung einzustellen, selbst bei einem Go-around.

Die King Air 360 fliegt mit einem Pro Line Fusion Cockpit

Avionikseitig blieb das Cockpit weiterhin mit dem Pro Line Fusion von Collins Aerospace bestückt. In das Glascockpit integriert wurde allerdings ein digitales Kabinendruck-Steuersystem, das den Kabinendruck entsprechend der Flugphase und der Flughöhe steuert. Bei der King Air 360 / 360ER hat Textron Aviation den Kabinendruck erhöht, um den Insassen den Flug noch komfortabler zu gestalten. Je höher der Kabinendruck ist, umso weniger ermüdend empfinden Passagiere einen Flug. Bei der King Air 360 / 360ER entspricht die Kabinendruckhöhe in Reiseflughöhe von 27.000 Fuß nur 5.960 Fuß – das sind rund 10 Prozent weniger als in der King Air 350i.

Volker K. Thomalla

 

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