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Lufthansa Technik und Airbus kooperieren bei AeroSHARK-Folien für die A330

Um das volle Potenzial der widerstandsreduzierenden AeroSHARK-Folie zu nutzen, arbeitet die Lufthansa Technik mit Airbus zusammen. Gemeinsam wollen die Projektpartner auch die Tragflächen und das Höhenleitwerk von Airbus A330ceo mit der Riblet-Folie bekleben.

19.05.2026

Lufthansa Technik und Airbus kooperieren bei der Entwicklung der AeroSHARK-Folie für Tragflächen und Leitwerke der Airbus A330ceo. © Volker K. Thomalla

Die AeroSHARK-Folie, die die Lufthansa Technik und BASF Coatings gemeinsam entwickelt haben, hat sich in der Praxis an Flugzeugen der Boeing 777-Familie bewährt. Unter anderem nutzen LATAM, Austrian, Lufthansa Cargo, ANA und EVA Air die widerstandsreduzierende Folie und sparen dank der aerodynamischen Optimierung der Flugzeugoberflächen kontinuierlich Treibstoff und minimieren ihre Emissionen. Die Folie ahmt mit nur 50 Mikrometer hohen Rippen die Haut eines Haifischs nach und reduziert so den Luftwiderstand.

Die Lufthansa Technik ist dabei, die Verwendung der AeroSHARK-Folie auf die Airbus-Muster A330-200 und A330-300 auszuweiten und arbeitet an der Zulassung. Dabei geht es allerdings nur um die Beklebung von Teilen des Rumpfes und der Triebwerksgondeln mit der Folie.

Die AeroSHARK-Folie wurde gemeinsam von der Lufthansa Technik und BASF Coatings entwickelt. © Lufthansa Technik

Die Beklebung der Tragflächen und des Höhenleitwerk soll die Effekte von AeroSHARK am Rumpf und an den Triebwerksgondeln ergänzen. Bei Anwendung der Riblet-Folie auf allen relevanten aerodynamischen Oberflächen rechnen die Ingenieure bei einer vollständig modifizierten A330ceo auf typischen Langstreckenflügen mit Kraftstoffeinsparungen von über zwei Prozent.

Das volle Potenzial der Riblet-Folie ausnutzen

Die Beteiligung von Airbus unterstreiche das Engagement des Herstellers, innovative Dekarbonisierungslösungen für seine im Einsatz befindliche Flotte zu unterstützen und neue Technologien durch enge technische Zusammenarbeit zu ermöglichen, teilte Lufthansa Technik mit. Durch die Ausweitung von AeroSHARK auf zusätzliche aerodynamische Flächen verfolgt Lufthansa Technik das Ziel, das volle Potenzial der Riblet‑Technologie auszuschöpfen und zu effizienteren Langstreckenoperationen eines der weltweit meistgenutzten Großraumflugzeuge beizutragen.

Henning Linnekogel, der Senior Director OEM Partner Management bei Lufthansa Technik, sagte: „Mit der Unterstützung von Airbus entwickeln wir eine Produktlösung, die einen Beitrag zu den Dekarbonisierungszielen der Luftfahrtindustrie leisten kann. Die Kombination unserer Expertise in Modifikation und Zertifizierung mit dem fundierten Flugzeug-Know-how von Airbus ermöglicht es uns, den Weg für eine völlig neue Anwendung der Riblet‑Technologie auf der A330ceo zu ebnen.“

Stand April 2026 haben mit AeroSHARK ausgerüstete Flugzeuge bereits mehr als 350.000 Flugstunden absolviert, dabei über 20.600 Tonnen Kerosin eingespart und die CO₂‑Emissionen um mehr als 65.000 Tonnen reduziert, so die Lufthansa Technik.

Volker K. Thomalla

 

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