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Lockheed Martin rechnet mit niedrigerer F-35-Produktion

Die Ausgangsbeschränkungen wegen des Ausbruchs des Coronavirus haben auch Auswirkungen auf die Produktion von Flugzeugen. Lockheed Martin rechnet damit, in diesem Jahr weniger F-35 Lightning II produzieren zu können als ursprünglich geplant. Allerdings weiß der Hersteller noch nicht, wie groß die Auswirkungen wirklich sein werden.

22.04.2020

Lockheed Martin rechnet damit, dass die angestrebte Zahl von F-35 aufgrund der Coronakrise in diesem Jahr nicht ausgeliefert werden kann. © Bob Fischer

Lockheed Martin hat bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse für das erste Quartal 2020 bekanntgegeben, dass das Unternehmen damit rechnet, in diesem Jahr nicht die angestrebte Zahl von F-35 Lightning II ausliefern zu können. Grund für diese Aussage sind Unterbrechungen in der weltweite Lieferkette des Fighters der neuesten Generation aufgrund der Bewegungsbeschränkungen wegen der Coronakrise.

Ursprünglich wollte der Hersteller in diesem Jahr 141 Flugzeuge ausliefern. Wie viele Lightning II jetzt noch in diesem Jahr ausgeliefert werden können, konnte das Unternehmen noch nicht sagen. Deswegen senkte der Technologiekonzern senkte das obere Ende der Umsatzprognose für seinen Luftfahrtbereichs um etwa rund zwei Prozent auf 24,6 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 22,39 Milliarden Euro). Die Gewinnprognose für 2020 fiel um rund ein Prozent auf 2,67 Milliarden Dollar (2,43 Milliarden Euro). Die F-35 ist das Programm innerhalb des Luftfahrtbereichs, welches am meisten Umsatz generiert.

Die Lieferkette ist beeinträchtigt

„Wir sehen, ist, dass es lokale Distanzierungsvorschriften gibt, die weltweit unterschiedlich angewandt werden. Dadurch kommt es zu Störungen beim Personal“, sagte Kenneth Possenriede, Executive Vice President und Chief Financial Officer bei Lockheed Martin. „Wahrscheinlich werden wir Auswirkungen erleben, die sich auf alle Versorgungsebenen auswirken. Es gibt beispielsweise auch Einschränkungen beim Versand. Wir stellen außerdem fest, dass es wahrscheinlich einige Beeinträchtigungen der Produktion an unserem Standort geben wird.“

Neben der Haupt-Endmontage der F-35 in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas betreibt Lockheed Martin zusammen mit Partnern auch noch eine „Final Assembly and Checkout Facility“ (FACO) in Cameri in Italien sowie in Nagoya in Japan. In beiden Werken gab es wegen des Ausbruchs des Coronavirus Produktionsunterbrechungen. Aber mittlerweile produzierten alle Werke wieder, so Possenriede. Wie stark der Ausbruch von Covid-19 die Geschäfte beeinträchtigen werde, könne man aber derzeit noch nicht genau absehen, so der Konzern.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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