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Luftwaffe in Australien: Vom Backseater zum Fighter-Piloten

Dank einer im August 2024 geschlossenen Kooperationsvererinbarung zwischen der Luftwaffe und der Royal Australian Air Force (RAAF) werden nun in Perth die ersten Tornado-Waffensystemoffiziere der Luftwaffe zu Piloten umgeschult.

3.11.2026

Dank der Kooperation zwischen der Luftwaffe und der RAAF können Tornado-WSO in Australien zu Jetpiloten ausgebildet werden. © Bundeswehr / Francis Hildemann

Die nahende Ausmusterung des Kampfflugzeugs Panavia Tornado bei der Luftwaffe bis 2030 hat auch Auswirkungen auf den Personalbedarf. Der Tornado wird von einer zweiköpfigen Besatzung geflogen, die aus einem Piloten und einem Waffensystemoffizier (WSO) besteht. Die Lockheed Martin F-35A Lightning, die den Tornado ersetzt, ist ein Einsitzer, WSO werden für den neuen Fighter nicht mehr benötigt. 

Die Umschulung der WSO der Luftwaffe zu Fighterpiloten dauert bei der RAAF rund 18 Monate. Als erstes Flugzeugmuster fliegen die Tornado-WSO den Pilatus PC-21. © Bundeswehr / Francis Hildemann

Flugschüler und Fluglehrer machen gemeinsam einen Vorflugcheck an einem PC-21 der RAAF im Rahmen der Umschulung. © Bundeswehr / Francis Hildemann

Die heutigen WSO müssen also umschulen, wenn sie nach der Ausmusterung des Tornado weiterhin im fliegerischen Dienst bleiben wollen. Die Luftwaffe will die Erfahrungen der WSO auch weiterhin nutzen, aber eben nicht mehr in einem Zweimann-Cockpit. 

Ein Pilatus PC-21 rollt im August 2026 zur Startbahn der RAAF Air Base Pearce. An Bord sitzt ein Fluglehrer der RAAF und ein Tornado-WSO, der zum Jet-Piloten ausgebildet wird. © Bundeswehr / Francis Hildemann

Seit Anfang dieses Jahres schult die Royal Australian Air Force (RAAF) auf dem Stützpunkt RAAF Base Pearce nördlich von Perth im Westen des Kontinents die ersten vier WSO der Luftwaffe zu Piloten um. Obwohl sie zum Teil schon Hunderte von Flugstunden im Tornado-Cockpit im Logbuch stehen haben, beginnen sie ihre neue fliegerische Laufbahn nun auf Simulatoren und einmotorigen Turboprop-Flugzeugen des Typs Pilatus PC-21 Sicht- und Instrumentenflug sowie das Fliegen in Formation, bevor sie später auf den Jet-Trainer BAE Systems Hawk Mk127 umsteigen. Die gesamte Ausbildung dauert rund 18 Monate. 

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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