Die nahende Ausmusterung des Kampfflugzeugs Panavia Tornado bei der Luftwaffe bis 2030 hat auch Auswirkungen auf den Personalbedarf. Der Tornado wird von einer zweiköpfigen Besatzung geflogen, die aus einem Piloten und einem Waffensystemoffizier (WSO) besteht. Die Lockheed Martin F-35A Lightning, die den Tornado ersetzt, ist ein Einsitzer, WSO werden für den neuen Fighter nicht mehr benötigt.
Die Umschulung der WSO der Luftwaffe zu Fighterpiloten dauert bei der RAAF rund 18 Monate. Als erstes Flugzeugmuster fliegen die Tornado-WSO den Pilatus PC-21. © Bundeswehr / Francis Hildemann
Flugschüler und Fluglehrer machen gemeinsam einen Vorflugcheck an einem PC-21 der RAAF im Rahmen der Umschulung. © Bundeswehr / Francis Hildemann
Die heutigen WSO müssen also umschulen, wenn sie nach der Ausmusterung des Tornado weiterhin im fliegerischen Dienst bleiben wollen. Die Luftwaffe will die Erfahrungen der WSO auch weiterhin nutzen, aber eben nicht mehr in einem Zweimann-Cockpit.
Ein Pilatus PC-21 rollt im August 2026 zur Startbahn der RAAF Air Base Pearce. An Bord sitzt ein Fluglehrer der RAAF und ein Tornado-WSO, der zum Jet-Piloten ausgebildet wird. © Bundeswehr / Francis Hildemann
Seit Anfang dieses Jahres schult die Royal Australian Air Force (RAAF) auf dem Stützpunkt RAAF Base Pearce nördlich von Perth im Westen des Kontinents die ersten vier WSO der Luftwaffe zu Piloten um. Obwohl sie zum Teil schon Hunderte von Flugstunden im Tornado-Cockpit im Logbuch stehen haben, beginnen sie ihre neue fliegerische Laufbahn nun auf Simulatoren und einmotorigen Turboprop-Flugzeugen des Typs Pilatus PC-21 Sicht- und Instrumentenflug sowie das Fliegen in Formation, bevor sie später auf den Jet-Trainer BAE Systems Hawk Mk127 umsteigen. Die gesamte Ausbildung dauert rund 18 Monate.
Bob Fischer
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