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EASA gibt grünes Licht für die Produktion des PAL-V-Flugautos

Das niederländische Unternehmen PAL-V (Personal Air and Land Vehicle) hat die Zulassung als Fertigungsorganisation (POA, Product Organisation Approval) von der EASA (Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union) erhalten. Damit verfügt PAL-V nun über die notwendigen Zulassungen für die Automobil- und Luftfahrtindustrie, um seine Produkte industriell herzustellen.

9.09.2026

Im September 2026 hat der Flugauto-Hersteller PAL-V das Production Organization Approval der EASA erhalten. © PAL-V

Das POA berechtigt PAL-V zur Herstellung von Luftfahrtprodukten gemäß den EASA-Vorschriften und ist nach Angaben des Unternehmens ein wichtiger Schritt hin zur Markteinführung zertifizierter FlyDrive-Mobilitätslösungen. PAL-V ist damit das erste Unternehmen im FlyDrive-Segment der fortschrittlichen Luftmobilität, das diese Zulassung erhalten hat. Laut Hersteller verschafft dies dem Unternehmen eine weltweit einzigartige Position, deutlich vor amerikanischen und chinesischen Initiativen in diesem Sektor.

Mit dem Erhalt des POA hat PAL-V verschiedene Zertifizierungsmeilensteine erfolgreich erreicht, darunter die Bestätigung „Keine technischen Einwände“ (No Technical Objection) der EASA im Jahr 2025.

Kombination aus Auto und Tragschrauber

Der PAL-V Liberty ist das weltweit erste fliegende Auto seiner Art, eine Kombination aus Tragschrauber und Pkw. Mit einer Reichweite von 500 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h verkürzt der Liberty laut PAL-V die Reisezeiten um die Hälfte beziehungsweise um bis zu zwei Drittel. Das Flugauto ist seit 2020 von der niederländischen Behörde RDW (Rijksdienst voor het Wegverkeer) für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.

Der Erstflug des niederländischen Flugautos PAL-V One fand schon am 9. März 2012 vom Stutzpunkt Gilze-Rijen der niederländischen Luftstreitkräfte statt. Dieser Prototyp legte den Grundstein für den aktuellen Liberty, der noch nicht fliegt. Der Erstflug des Serienmodells wird für Anfang März 2028 erwartet. Rund die Hälfte der ersten 250 Bestellungen stammt von Rettungsdiensten (darunter die niederländische Feuerwehr) und Fachleuten, die schwer zugängliche Orte schnell erreichen müssen. Die übrigen Bestellungen kommen von Privatpersonen und Spezialisten.

Bob Fischer

 

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