Vor fast genau einem Jahr ist der erste Prototyp der H160M von Airbus Helicopters in Marignane im Süden Frankreichs zu seinem Erstflug abgehoben. Nun folgte der zweite Prototyp. Er trägt während der Flugerprobung das Testkennzeichen F-WHIL und ist komplett schwarz lackiert.
Ein Jahr nach dem Erstflug des ersten Prototyps der H160M ist auch der zweite Prototyp in Marignane geflogen und bildet die Testflotte für die Flugerprobung. © Airbus Helicopters / Dephine Prevot
Die H160M Guépard wird im Rahmen des Programms HIL (Hélicoptère Interarmées Léger) für die französischen Streitkräfte entwickelt. Das Verteidigungsministerium hatte im Mai 2019 angekündigt, bis zu 169 Exemplare des Musters für alle Teilstreitkräfte der französischen Streitkräfte beschaffen zu wollen. Die Marine soll 49 Exemplare erhalten, die Luftstreitkräfte 40 und die Armee 80 Exemplare.
Zusammenarbeit mit Drohnen ist integriert
Die verschiedenen Kommunikationssysteme an Bord des Musters ermöglichen nach Angaben von Airbus Helicopters die vollständige Integration der H160M in Luft-, See- und Land-Luft-Operationen. Das Muster profitiert außerdem von Sensoren der neuen Generation, wie dem elektrooptischen System Euroflir 410 von Safran und dem Radar AirMaster C von Thales. Das Selbstschutzsystem ist für den Einsatz im gesamten elektromagnetischen und optischen Spektrum ausgelegt und verfügt über automatische Täuschkörpersysteme.
Die H160M ist nach Angaben des Herstellers der erste Helikopter von Airbus Helicopters, bei dem ein System zur Zusammenarbeit mit Drohnen (Manned-Unmanned-Teaming, MUM-T) serienmäßig integriert ist. Angetrieben von zwei Arrano-Triebwerken von Safran Helicopter Engines erreicht der Hubschrauber eine Reichweite von 458 nautischen Meilen (848 Kilometer).
Airbus Helicopters wird drei H160M-Prototypen bauen und erproben. Die Einführung des Musters bei der Truppe ist für 2028 angestrebt.
Volker K. Thomalla
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