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Mitsubishi und Bombardier verhandeln über CRJ-Programm

Der kanadische Bombardier-Konzern wird sich in Kürze auch von seinem Bereich Regionalflugzeuge trennen. Er steht in Verhandlungen mit der Mitsubishi Aircraft Corporation über den Kauf der gesamten CRJ-Flugzeugfamilie. Damit verbliebe nur noch der Geschäftsbereich Business Aircraft im Konzern.

6.06.2019

Adria Airways hatte elf Bombardier CRJ in ihrer Flotte. © Volker K. Thomalla

Gerade erst hat Bombardier die beiden Geschäftsbereiche Commercial Aviation und Business Aviation zu einem Bereich „Bombardier Aviation“ zusammengefasst, Und nun steht Bombardier mit der Mitsubishi Aircraft Corporation aus Japan in Verhandlungen mit dem kanadischen Bombardier-Konzern über die Übernahme der gesamten CRJ-Produktfamilie. Eine Vereinbarung könnte schon auf der Paris Air Show Mitte Juni in Le Bourget unterzeichnet werden.

Damit würde sich Bombardier komplett aus dem Bereich der Verkehrsflugzeuge zurückziehen, nachdem bereits Airbus die Mehrheit am C Series-Programm übernommen und Longview Aviation die Q400-Turboprop-Flugzeuge erworben hat. Bombardier wäre dann in der Luftfahrt nur noch mit seinem Bereich Geschäftsreiseflugzeuge tätig.

Interessant ist, dass Bombardier ausgerechnet mit Mitsubishi über eine Übernahme verhandelt, denn die beiden Unternehmen haben sich gegenseitig verklagt. Für Mitsubishi, die seit Jahren an dem eigenen Regionaljet-Projekt MRJ arbeiten (Erstflug war bereits 2015), wäre die Übernahme ein großer Vorteil, denn das Unternehmen würde dadurch sofort Zugriff auf die Airlines erhalten, die heute CRJ fliegen. Bombardier hat über 1.900 CRJ aller Versionen verkauft. Im vergangenen Jahr hatte der Geschäftsbereich Regionalflugzeuge bei Bombardier einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden US-Dollar gemacht und dabei einen Verlust von 157 Millionen US-Dollar ausweisen müssen.

Volker K. Thomalla

 

 

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