Der Luftverkehr wächst weltweit und moderne Flugzeuge verdrängen ältere Muster, die aufgrund von zunehmender Wartung und einem höheren Treibstoffverbrauch einfach teurer im Betrieb sind. Doch was passiert mit den alten Flugzeugen?
Teilweise werden sie – wenn sie noch eine ausreichende Anzahl von Flugstunden bis zum Erreichen ihrer strukturellen Lebensdauer aufweisen – von Passagierflugzeugen zu Frachtflugzeugen umgebaut. Teilweise werden sie ausgeschlachtet und die nicht mehr verwertbaren Reste werden verschrottet. Dabei gibt es eine Besonderheit: Bei bestimmten Marktkonstellationen lohnt es sich, junge Flugzeuge auszuschlachten, weil die Summe der Ersatzteile mehr Geld bringt als der Verkauf des kompletten Flugzeugs!
Die Verschrottung erfolgt in Spanien
Das Flugzeug-Verwertungsunternehmen Setna IO aus Lincolnshire im US-Bundesstaat Illinois hat kürzlich eine Boeing 737-800 eines spanischen Betreibers gekauft, die nun auf dem Castellón Costa Azahar Airport in Spanien von dem spezialisierten Unternehmen ecube ausgeschlachtet und verschrottet wird.
Tom Boulcott, Partner und Chief Strategy Officer bei SETNA, sagte: „Wir sind stolz darauf, eine weitere Boeing 737-800 zur Demontage zu übergeben. In enger Zusammenarbeit mit unserem internen MRO-Netzwerk maximieren wir Wertschöpfung und Effizienz und bauen gleichzeitig unser Materiallager kontinuierlich aus. So stellen wir sicher, dass zertifizierte Ersatzteile verfügbar sind und wir unsere Airline-Kunden optimal unterstützen können. Die Boeing 737-800 zählt weiterhin zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Flugzeugen und ist eines der erfolgreichsten Standardrumf-Flugzeuge aller Zeiten. Die Nachfrage nach Aftermarket-Services ist nach wie vor hoch. Unser Team freut sich über die Übernahme einer weiteren Flugzeugzelle in Spanien und setzt seine Akquisition und Demontage von Flugzeugen weltweit fort. Unterstützt wird dies durch unsere internationale Präsenz mit über 65.000 Quadratmetern Betriebsfläche, strategisch günstig gelegenen Hubs und einem wachsenden integrierten MRO-Netzwerk.“
Volker K. Thomalla
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