Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat angekündigt, fünf Flugzeuge von ihrem Standort am Flughafen Brüssel-Charleroi abzuziehen und zwei Millionen Sitzplätze in ihrem belgischen Streckennetz für die Wintersaison 2026 und die Sommersaison 2027 zu streichen. Als Grund dafür nennt der Low-Coster die Entscheidung der belgischen Regierung, die Luftverkehrssteuer zu erhöhen.
Dieser Schritt folgt der Bestätigung der belgischen Regierung, dass die Luftverkehrssteuer ab Januar 2027 von 5 auf 7 Euro pro abfliegendem Passagier steigen wird. Die Fluggesellschaft argumentiert, dass die höhere Steuer Belgien im Vergleich zu Ländern wie Schweden, Ungarn, der Slowakei, Teilen Italiens und Albanien, die ähnliche Steuern gesenkt oder abgeschafft haben, um das Wachstum der Luftfahrtbranche anzukurbeln, weniger wettbewerbsfähig machen wird.
Die Steuer wird um 2 Euro erhöht
Laut Ryanair wird die Reduzierung den Betrieb sowohl am Flughafen Brüssel-Charleroi als auch am Flughafen Brüssel-Zaventem beeinträchtigen und zu einem geringeren Passagieraufkommen und, so die Fluggesellschaft, „zu weniger Arbeitsplätzen im Tourismussektor führen“.
Ryanair erklärte, man habe die belgische Regierung wiederholt aufgefordert, die geplante Steuererhöhung aufzugeben, und gewarnt, dass die Flugpläne für Winter 2026 und Sommer 2027 bereits feststehen würden. Die Fluggesellschaft kündigte nun an, ihre Flugzeugkapazitäten auf Märkte umzuverteilen, die sie als wettbewerbsfähiger einschätzt.
Die belgische Regierung hat sich zu Ryanairs Ankündigung noch nicht öffentlich geäußert.
Bob Fischer
Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Folgen Sie uns auf Bluesky
Liken Sie uns auf Facebook
Schon gelesen?