Bell Textron hat sich Ende 2022 bei der FLRAA-Ausschreibung (Future Long-Range Assault Aircraft) der U.S. Army um einen neuen Aufklärungs- und Kampfhubschrauber mit seinem Kipprotorflugzeug V-280 Valor durchgesetzt. Die U.S. Army hat dem Fluggerät zwischenzeitlich den Namen MV-75 Cheyenne II gegeben.
Nun hat Bell Textron in seinem Werk in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas mit der Produktion der ersten Komponenten für die MV-75 begonnen und in den letzten Monaten die ersten beiden Tragflächen – die komplett aus Kohlefaser bestehen – gefertigt. Dabei kann das Unternehmen auf seine langjährige Erfahrung bei der Fertigung des Kipprotorflugzeugs V-22 Osprey zurückgreifen. Schon bei der Produktion der ersten Tragfläche zeigte sich, dass diese bei der Produktion 90 Prozent weniger Arbeitsstunden benötigt als die Fertigung einer V-22-Tragfläche. Auch bei der Fertigung der zweiten Tragfläche konnte Bell die Zahl der benötigten Arbeitsstunden noch einmal um 40 Prozent reduzieren.
Auf diesem Foto ist die Länge der Tragflächenstruktur der MV-75 gut zu erkennen. © Bell Textron
Culley Shafer, Director of Operations am Bell-Standort Amarillo, sagte: „Nach jahrzehntelanger Fertigung von V-22-Tragflächen haben wir neue Wege gefunden, unsere Prozesse zu optimieren – besser, schneller und intelligenter –, indem wir die gewonnenen Erkenntnisse bereits in der Entwurfsphase berücksichtigen. Das Team entwickelt sich ständig weiter: Wir nehmen Anpassungen vor, verfeinern die Abläufe und setzen technische Änderungen um, um die Maßstäbe in puncto Qualität, Sicherheit und Effizienz immer weiter anzuheben.“
Parallel zu den Arbeiten in Texas baut Bell Textron die ersten MV-75-Rümpfe in Wichita, Kansas. Sie werden anschließend nach Amarillo transportiert und mit den Tragflächen zusammengebaut.
Volker K. Thomalla
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