Dass Airbus Helicopters an einer unbemannten Version seiner H145 arbeitet, ist kein besonders gut gehütetes Geheimnis. So hat Airbus Helicopters US bereits im Sommer 2024 im Auftrag des U.S. Marine Corps mit der Entwicklung einer Logistikdrohne MG-72C auf Basis der UH-72 Lakota – einer militärischen Version der H145 für die US-Streitkräfte – begonnen.
Auf der ILA (10. – 14. Juni 2026) in Berlin zeigt das Unternehmen nun erstmalig ein 1:1-Modell der U145 genannten Drohne. Das Programm ist schon weit fortgeschritten, denn der Erstflug – noch mit einem Sicherheitspiloten an Bord – ist schon vor Ende dieses Jahres angestrebt. Eine mögliche Indienststellung könnte Anfang der nächsten Dekade erfolgen.
Die U145 fliegt autonom
Matthieu Louvot, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Helicopters, sagte im Vorfeld der ILA: „Mit der U145 bieten wir unseren Kunden eine autonome, unbemannte Version unseres Hubschraubers H145 an – sie vereint die bewährte Flugzeugzelle, die Leistung und die Nutzlastkapazität der H145 mit der Autonomie eines UAS. Um die U145 und ihre Fähigkeiten als UAS für vielfältige Einsatzbereiche weiterzuentwickeln, werden wir mit führenden Partnern im Bereich autonomer Missionen zusammenarbeiten und so das UAS-Ökosystem in Europa weiter ausbauen.“
Airbus Helicopters sieht für die U145 auch zivile Anwendungen. © Airbus Helicopters
Airbus Helicopters sieht neben militärischen auch zivile Anwendungen für die U145-Drohne. Mit einer maximalen Abflugmasse (MTOM) von 3.800 Kilogramm werde die U145 als missionsneutrale Lösung für zivile und militärische Anwendungen entwickelt – vorrangig für den Transport großer Frachtmengen, teilte der Hersteller mit. Ihr modularer Aufbau ermögliche die Erweiterung des Einsatzspektrums auf Bereiche wie Katastrophenschutz, Brandbekämpfung, bewaffnete Aufklärung, Überwachung, die Funktion als Drohnen-Mutterschiff für „Air-Launched Effects“ – bei denen Airbus mit MBDA kooperiert – sowie das Zusammenwirken von bemannten und unbemannten Systemen (Manned-Unmanned Teaming), gehören ebenfalls zu den angestrebten Anwendungsmöglichkeiten.
Volker K. Thomalla
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