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Airbus Helicopters stellt die Rotordrohne U145 auf der ILA vor

Premiere auf der ILA in Berlin: Airbus Helicopters stellt erstmalig seine Drohne U145 auf Basis der H145 vor. Der unbemannte Drehflügler soll schon in Kürze zum ersten Mal fliegen und vor allem Logistikmissionen übernehmen.

10.06.2026

Airbus Helicopters präsentierte auf der ILA 2026 in Berlin erstmalig das Mock-up der U145-Rotordrohne. © Volker K. Thomalla

Dass Airbus Helicopters an einer unbemannten Version seiner H145 arbeitet, ist kein besonders gut gehütetes Geheimnis. So hat Airbus Helicopters US bereits im Sommer 2024 im Auftrag des U.S. Marine Corps mit der Entwicklung einer Logistikdrohne MG-72C auf Basis der UH-72 Lakota – einer militärischen Version der H145 für die US-Streitkräfte – begonnen.

Auf der ILA (10. – 14. Juni 2026) in Berlin zeigt das Unternehmen nun erstmalig ein 1:1-Modell der U145 genannten Drohne. Das Programm ist schon weit fortgeschritten, denn der Erstflug – noch mit einem Sicherheitspiloten an Bord – ist schon vor Ende dieses Jahres angestrebt. Eine mögliche Indienststellung könnte Anfang der nächsten Dekade erfolgen.

Die U145 fliegt autonom

Matthieu Louvot, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Helicopters, sagte im Vorfeld der ILA: „Mit der U145 bieten wir unseren Kunden eine autonome, unbemannte Version unseres Hubschraubers H145 an – sie vereint die bewährte Flugzeugzelle, die Leistung und die Nutzlastkapazität der H145 mit der Autonomie eines UAS. Um die U145 und ihre Fähigkeiten als UAS für vielfältige Einsatzbereiche weiterzuentwickeln, werden wir mit führenden Partnern im Bereich autonomer Missionen zusammenarbeiten und so das UAS-Ökosystem in Europa weiter ausbauen.“

Airbus Helicopters sieht für die U145 auch zivile Anwendungen. © Airbus Helicopters

Airbus Helicopters sieht neben militärischen auch zivile Anwendungen für die U145-Drohne. Mit einer maximalen Abflugmasse (MTOM) von 3.800 Kilogramm werde die U145 als missionsneutrale Lösung für zivile und militärische Anwendungen entwickelt – vorrangig für den Transport großer Frachtmengen, teilte der Hersteller mit. Ihr modularer Aufbau ermögliche die Erweiterung des Einsatzspektrums auf Bereiche wie Katastrophenschutz, Brandbekämpfung, bewaffnete Aufklärung, Überwachung, die Funktion als Drohnen-Mutterschiff für „Air-Launched Effects“ – bei denen Airbus mit MBDA kooperiert – sowie das Zusammenwirken von bemannten und unbemannten Systemen (Manned-Unmanned Teaming), gehören ebenfalls zu den angestrebten Anwendungsmöglichkeiten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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