Deutschland, Dänemark, Finnland und Norwegen haben auf dem Verteidigungsindustrieforum im Rahmen des NATO-Gipfeltreffens in Ankara in der Türkei mitgeteilt, dass sie gemeinsam bis zu fünf Aufklärungs- und Überwachungsdrohnen des Typs MQ-4C Triton des US-Herstellers Northrop Grumman beschaffen werden. Damit soll die Überwachung der Nordsee, des Nordatlantiks und des hohen Nordens verbessert werden. Die Riesendrohnen sollen die NATO Alliance Ground Surveillance-Flotte (AGS), die auf der italienischen Sigonella Air Base stationiert ist, ergänzt werden.
Der US-Technologiekonzern Northrop Grumman wird die Fluggeräte bauen. Allerdings wird ein transatlantisches Industriekonsortium gebildet, zu dem auch Airbus Defence and Space gehören wird. Zusammen mit weiteren europäischen Industriepartnern soll Airbus das Bodensegment, Datenmanagementdienste, C2-Systeme (Command and Control), Infrastruktur sowie Missionsunterstützung zur Verfügung stellen.
Multifunktionssensoren für die maritime Überwachung
Die MQ-4C Triton ist mit Sensoren wie dem im X-Band arbeitenden AN/ZPY-3 Multifunktions-AESA-Radar (MFAS) mit elektronischer Strahlschwenkung ausgerüstet, die für die Überwachung und Aufklärung von Seeräumen optimiert sind. Nach Angaben des Herstellers kann die von einem Rolls-Royce AE3007-Turbofan angetriebene Drohne bis zu 24 Stunden nonstop in der Luft bleiben. Sie kann bis in Höhen von 55.000 Fuß (16.764 Meter) aufsteigen und fliegt damit über dem zivilen Luftverkehr und über den meisten lokalen Wettersystemen. Die Drohne kann sowohl von einem Operator am Boden gesteuert werden, als auch ihre Aufklärungsmissionen autonom durchführen. Die Spannweite des unbemannten Fluggeräts beträgt 39,62 Meter.
Die MQ-4C ist bereits bei der U.S. Navy sowie bei der Royal Australian Air Force (RAAF) im Einsatz.
Volker K. Thomalla
Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Folgen Sie uns auf Bluesky
Liken Sie uns auf Facebook
Schon gelesen?
Erstflug der MQ-4C Triton in der Multi-Intelligence-Konfiguration