Während des NATO-Gipfels in Ankara in der Türkei hat das dänische Verteidigungsministerium bestätigt, dass es zwei U-Bootjagd- und Seefernaufklärungs-Flugzeuge des Typs Boeing P-8A Poseidon kaufen werde. Die Flugzeuge sollen vorrangig die Regionen um die Arktis und den Nordatlantik überwachen und die veraltete Bombardier Challenger-604-Flotte der dänischen Luftwaffe ersetzen. Mit den Poseidon will Dänemark die Überwachung Grönlands und der Färöer-Inseln verbessern und den zunehmenden russischen und chinesischen Aktivitäten in der Arktis entgegenwirken.
Durch den Einsatz der Poseidon reiht sich Dänemark in die Liste der NATO-Verbündeten ein, die dieses Flugzeugmuster bereits nutzen. Laut dänischen Angaben vereinfacht dies die gemeinsame Ausbildung und die Aufklärung.
Dänemark gab grünes Licht für den Kauf der beiden P-8A, nachdem das US-Außenministerium Ende Dezember 2025 ein entsprechendes Paket im Rahmen eines Foreign Military Sale (FMS)-Vertrags genehmigt hatte. AeroBuzz hatte darüber berichtet.
Boeing hat bislang über 170 P-8A Poseidon ausgeliefert. Zu den Nutzern gehören die U.S. Navy, Großbritannien, Neuseeland, Südkorea, Norwegen, Australien, Indien, und die Deutsche Marine. Die Deutsche Marine hat derzeit schon drei von acht bestellten Flugzeugen in Empfang genommen. Singapur und Kanada haben angekündigt, die P-8A ebenfalls zu beschaffen.
Bob Fischer
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