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Die ersten F-35A der Ilmavoimat sind in Finnland eingetroffen

Die finnischen Luftstreitkräfte haben die ersten F-35A Lightning II in Finnland begrüßt. Die Stealth Fighter stellen einen deutlichen Fähigkeitszuwachs für die Ilmavoimat dar, da sie die Boeing F/A-18 Hornet ablösen, die bereits seit rund drei Jahrzehnten im Dienst stehen.

22.09.2026

Die ersten beiden F-35A Lightning II wurden auf ihrem Flug nach Finnland von Tankflugzeugen der U.S. Air Force betankt. © Ilmavoimat

Am 18. September 2026 um 17.45 Uhr Ortszeit landeten die ersten beiden F-35A Lightning II der finnischen Luftstreitkräfte (Ilmavoimat) nach ihrem Ferryflug aus Fort Worth im US-Bundesstaat Texas auf dem Flughafen Rovaniemi in Lappland. Der Überführungsflug hatte am 15. September begonnen. Nachdem sie in den finnischen Luftraum eingeflogen waren, wurden die beiden F-35A von Boeing F/A-18 Hornet der Ilmavoimat bis nach Rovaniemi begleitet.

Die ersten beiden F-35A der finnischen Luftstreitkräfte, die in Finnland landeten, tragen die Kennzeichen JF-510 und JF-512. © Ilmavoimat

Eigentlich war vorgesehen, dass drei F-35A Lightning II an diesem Tag in Finnland landen, allerdings hatte es nach der Zwischenlandung auf den Azoren ein technisches Problem mit der F-35A mit dem Kennzeichen JF-511 gegeben, so dass die JF-5109 und JF-512 allein nach Finnland weiterflogen. Einen ähnlichen Vorfall hatte es auch im Oktober 2025 gegeben, als die ersten vier F-35A für die Belgian Air Force nach Europa überführt wurden. Damals war auch eine F-35A nach einem technischen Problem länger auf den Azoren geblieben als vorgesehen.

Luftbetankung auf dem Transatlantikflug

Während des Ferryflugs aus den USA wurden die finnischen F-35A in der Luft von Tankflugzeugen der U.S. Air Force mit Treibstoff versorgt. Eine offizielle Willkommenszeremonie für die – dann – drei F-35A in Rovaniemi ist für den 1. Oktober geplant.

Die ersten beiden F-35A Lightning II der Ilmavoimat landeten am 18. September 2026 in Rovaniemi in Finnland. © Ilmavoimat

General Janne Jaakkola, der Kommandeur der finnischen Streitkräfte, sagte nach der Ankunft der ersten finnischen F-35A im Land: „Die F-35 ist eines der größten und ambitioniertesten Rüstungsprojekte Finnlands. Wir werden über einen hochmodernen Mehrzweck-Fighter verfügen, der hervorragend zu Finnlands Sicherheitslage passt. Die Ankunft der ersten Kampfflugzeuge in Rovaniemi ist jedoch nicht das Ende, sondern der Anfang: Wir bauen die Fähigkeit auf, das Leistungspotenzial des Flugzeugs voll auszuschöpfen – als Teil des finnischen Verteidigungssystems und als nahtloser Bestandteil der Luftverteidigungs- und Angriffsfähigkeit der Allianz.“

Finnland hatte sich nach einem umfassenden Auswahlverfahren – bei dem die konkurrierenden Kandidaten auch in Finnland ihre Leistungsfähigkeiten im Flug unter Beweis stellen mussten – im Dezember 2021 für die Lockheed Martin F-35A Lightning II entschieden. Das Land hat insgesamt 64 F-35A  in Auftrag gegeben. Die Ilmavoimat hatte im Januar dieses Jahres ihre ersten Stealth-Fighter erhalten, die die Boeing F/A-18 Hornet ablösen. Allerdings sind die ersten acht Exemplare für die Ausbildung der Piloten und Techniker in den USA verblieben.

Ab Ende 2026 will die finnische Luftwaffe in Rovaniemi mit der eigenen Ausbildung von Technikern an der F-35A beginnen. Die Pilotenausbildung auf dem Muster im eigenen Land soll im Januar 2027 starten. Mit der vollen Einsatzbereitschaft der F-35A in Finnland rechnet die Ilmavoimat für das Jahr 2030.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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