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Bundesregierung prüft Verlegung der Boeing 737 „Landshut“ nach Gatow

Die Boeing 737-200, die früher unter dem Taufnamen "Landshut" bei der Lufthansa im Dienst stand, wird die Bodenseeregion wohl in absehbarer Zeit verlassen. Die Kulturstaatsministerin lässt derzeit das Bundesministerium der Verteidigung prüfen, ob eine Verlegung und Ausstellung des 1977 entführten Single Aisle-Jets im Militärhistorischen Museum in Berlin-Gatow möglich ist. 

19.05.2020

Im September 2017 war die Boeing 737 Landshut aus Brasilien nach Friedrichshafen gekommen. © Dornier Museum Friedrichshafen

Die Boeing 737-200 „Landshut“ hatte in Einzelteilen zerlegt im September 2017 ihre letzte Reise angetreten, dachte man damals. Sie führte aus dem brasilianischen Fortaleza im Frachtraum einer Antonow An-124 nach Friedrichshafen. Dort sollte das 1977 von palästinensischen Terroristen entführte und von der Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes, der GSG 9, in Mogadischu befreite Flugzeug restauriert werden und künftig in einer Sonderausstellung im Dornier Museum am Bodensee der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Passt eine zivile 737 ins Luftwaffenmuseum?

Doch die Pläne haben sich zerschlagen und nun sucht die Kulturstaatsministerin Monika Grütters nach einem neuen Standort und das bedeutet, dass die Landshut erneut reisen muss. Das Bundesministerium der Verteidigung investiert in den nächsten Jahren in das Militärhistorische Museum in Berlin-Gatow und prüft nun, ob die zivile Boeing 737-200, die keinen Bezug zur Militärluftfahrt hat, in das künftige Ausstellungskonzept des Museums in Gatow integriert werden kann. Im Sommer dieses Jahres soll die Prüfung abgeschlossen sein, danach will die Bundesregierung über die weitere Vorgehensweise mit der Landshut entscheiden.

Volker K. Thomalla

 

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