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Die Ju 52 ist auf die Museumsinsel in München zurückgekehrt

Die Rückkehr der Flugzeuge aus dem Depot auf die Museumsinsel in München hat begonnen: Mit der Ju 52 ist das größte Ausstellungsstück der neuen, großen Luft- und Raumfahrthalle des Deutschen Museums am Sonntag wieder zurückgekehrt.

31.08.2021

Am 29. August ist die Ju 52 des Deutschen Museums wieder auf die Museumsinsel in der Münchner Innenstadt zurückgekehrt. © Deutsches Museum

Das Gebäude des Deutschen Museums auf der Museumsinsel in München wird derzeit aufwendig restauriert. Um die Bauarbeiten zu ermöglichen und die Exponate nicht zu gefährden, wurden einige – auch großvolumige Exponate – zuvor entfernt und im Depot gelagert. Vor fünf Jahren verließ die Junkers Ju 52 des Deutschen Museums die Museumsinsel. Am Sonntag ist sie an ihren angestammten Platz zurückgekehrt. Ein Tieflader brachte den 14 Meter langen und 2,5 Tonnen schweren Rumpf des aus Wellblech gefertigten dreimotorigen Flugzeugs aus dem Museumsdepot in die Münchner Innenstadt, ein zweiter Tieflader transportierte die Flügel.

Ein Kran bugsierte die Teile mit größter Vorsicht durch das Tor der großen Luft- und Raumfahrthalle des Museums. Gegen 12.30 Uhr waren dann Rumpf und Tragflächen an ihren Plätzen.

Nun folgt der Zusammenbau

Mathias Winkler von der Flugzeugwerkstatt des Museums sagte: „Wir freuen uns sehr, dass die Tante Ju wieder wohlbehalten hier angekommen ist.“ Auf ihn und seine Kollegen wartet nun der Zusammenbau des 1947 unter der Bezeichnung AAC.1 Toucan in Frankreich gebauten Transportflugzeugs.

Die Junkers Ju 52 des Museums flog zwischen 1947 und 1957 für das französische Militär hauptsächlich in Nordafrika. Danach wurde sie an das Deutsche Museum verkauft – für einen Franc – und zum damaligen Münchner Flughafen Riem überführt. Mit Hilfe der Bundeswehr gelang der Transport von Riem auf die Museumsinsel. Ab 1984 stand sie in der Luftfahrthalle bis sie wegen der Sanierung des Gebäudes ihr Ausweichquartier im Depot fand.

Von der von Junkers entwickelten Ju 52 wurden zwischen 1932 und 1952 annähernd 5.000 Exemplare gebaut. Neben Amiot in Frankreich stellte auch CASA in Spanien das Muster noch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Serien her.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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