Das Jahr 2026 wird – so scheint es – bei der Lufthansa nicht als Jubiläumsjahr in Erinnerung bleiben, in dem man den 100. Jahrestag der Gründung der Vorgängergesellschaft Deutsche Luft Hansa feierte, sondern als das Jahr mit vielen Flugausfällen und verärgerten Kunden aufgrund von Streiks. Nachdem erst am Freitag (10. April 2026) das Kabinenpersonal die Arbeit niedergelegt hatte, ruft nun die Vereinigung Cockpit für Montag und Dienstag (13. und 14. April 2026) die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa, der Lufthansa Cargo, der Lufthansa CityLine und der Eurowings zu einem umfassenden Streik auf.
Flüge in den Nahen Osten sind nicht betroffen
Dies ist bereits der dritte Streik des Cockpitpersonals seit Februar! Aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten seien Flüge der Deutschen Lufthansa AG und der Lufthansa CityLine aus Deutschland nach Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgenommen, versucht die VC in einer Pressemitteilung zu beschwichtigen.
Die Pilotengewrekschaft sieht sich nach Aussage ihres Präsidenten Andreas Pinheiro zu diesem Schritt gezwungen, da nach ihrer Ansicht die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeige. Bei dem aktuellen Konflikt geht es um die Gehälter der Cockpitcrews bei der Lufthansa CityLine und um eine weitere Erhöhung der Betriebsrente für das Lufthansa- und Lufthansa-Cargo-Cockpitpersonal.
Lufthansa teilte mit, man arbeite mit Hochdruck daran, die Auswirkungen für die Fluggäste so gering wie möglich zu halten. Man versuche, so viele Flüge wie möglich von anderen Airlines der Lufthansa Group und Partner-Airlines durchführen zu lassen.
Volker K. Thomalla
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