Homepage » Militär - news » Die U.S. Army benennt die MV-75 nun Cheyenne II

Die U.S. Army benennt die MV-75 nun Cheyenne II

Das zweimotorige Kipprotorflugzeug Bell MV-75 wurde nun von der U.S. Army mit einem offiziellen Namen versehen. Dabei greift die Teilstreitkraft auf ihre langjährige Tradition zurück, ihre Hubschrauber nach amerikanischen Ureinwohnern zu benennen.

16.04.2026

Die U.S. Army hat den Namensgebungsprozess für die MV-75 abgeschlossen und nennt das Fluggerät nun MV-75 Cheyenne II. © Bell Textron Inc

Die U.S. Army hat einen Namen für das von Bell Textron Inc entwickelte Kipprotorflugzeug MV-75 gefunden. Bell hatte das Fluggerät zunächst unter der Bezeichnung V-280 Valor entwickelt – angelehnt an die angestrebte Marschgeschwindigkeit von 280 Knoten. Im vergangenen Jahr hatte die US-Armee dem Fluggerät dann die offizielle Bezeichnung MV-75 erteilt. Diese Bezeichnung setzt sich zusammen aus den Buchstaben MV, die für „Multi-mission, Vertical take-off“ stehen sowie der Zahl 75, die an das Gründungsjahr der U.S. Army 1775 angelehnt sein soll.

Die U.S. Army benennt ihre Hubschrauber traditionell nach amerikanischen Ureinwohnern. Beispiele dafür sind die AH-64 Apache, die OH-58 Kiowa, die UH-72 Lakota, OH-6 Cayuse und die UH-60 Black Hawk, die nach Häuptling Black Hawk, der die Sauk- und Meskwaki-Stämme im 19. Jahrhundert führte, benannt wurde.

Die Hubschrauber der U.S. Army werden nach Ureinwohnern benannt

Die MV-75 wird nun Cheyenne II genannt nach dem Stamm der Cheyenne. Colonel (Oberst) Jeffrey Poquette, der Projektmanager der U.S. Army für das FLRAA-Programm (Future Long-Range Assault Aircraft), sagte: „Mit der Benennung der MV-75 Cheyenne II würdigen wir den unermüdlichen Beitrag des Cheyenne-Volkes zu unserer Nation – sowohl ihren herausragenden Dienst in Uniform als auch ihr Vermächtnis als standhafte Beschützer ihrer Lebensweise. Der Name verweist zudem auf die visionäre Kraft der AH-56 Cheyenne, während die ‚II‘ eine neue Ära der Innovation und Leistungsfähigkeit symbolisiert. Er ist eine Hommage an den unbezwingbaren Kampfgeist und ein Zeichen für einen entscheidenden Schritt nach vorn für die Heeresfliegerei.“

Die AH-56 Cheyenne war ein Experimentalhubschrauber, den Lockheed entwickelt und getestet hatte. Er kam allerdings nicht über eine Vorserienproduktion von zehn Exemplaren hinaus und wurde 1969 eingestellt. Die ursprüngliche Bestellung über 375 Exemplare wurde wieder storniert.

Neben der Marschgeschwindigkeit von 280 Knoten soll die MV-75 über eine Reichweite von 500 nautischen Meilen verfügen und bis zu 14 voll ausgerüstete Soldaten oder externe Lasten von bis zu 4.500 Kilogramm transportieren können. Das Programm sei im Zeitplan, teilte Bell mit und das erste Testexemplar soll demnächst ausgeliefert werden.

Volker K. Thomalla

 

Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Folgen Sie uns auf Bluesky

Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Die U.S. Army hat die V-280 Valor in MV-75 umbenannt

Bell wird die Rümpfe für die V-280 Valor in Wichita montieren

Bell setzt sich mit der V-280 beim FLRAA-Wettbewerb durch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.