Vor genau acht Jahren hatte die Royal Australian Air Force (RAAF) ihre letzte von zehn bestellten C-27J Spartan übernommen. Das zweimotorige taktische Transportflugzeug ersetzte damals die DHC-4 Caribou. Doch im Vergleich zum Vorgängermuster wird die C-27J eine kurze Gesamtdienstzeit leisten.
Die RAAF ist mit der Zuverlässigkeit der C-27J Spartan nicht zufrieden. Dies betrifft vor allem die Ersatzteilversorgung, geht aus einem Regierungsbericht aus dem vergangenen Jahr hervor. Dabei sollte gerade dieses Problem durch die Beschaffung der C-27J nicht auftreten, denn die Spartan ist mit den gleichen Triebwerken und der identischen Avionik ausgerüstet wie die C-130J Super Hercules der RAAF.
Der australische Minister für die Verteidigungsindustrie und Verteidigungsfähigkeiten, Pat Conroy, sagte jetzt in einem Interview mit dem australischen Sender ABC bei der Vorstellung des aktualisierten National Defence Strategy Documents: „Die wichtigste Änderung betrifft die Ausmusterung der leichten taktischen Transportflugzeuge vom Typ C-27 Spartan. Deren Betrieb ist für ihren aktuellen Einsatzzweck – die Unterstützung pazifischer Nationen und Transport – sehr teuer. Sie werden durch ein Luftfahrtprogramm für den Pazifik ersetzt. Dies ist die größte Umstrukturierung, und es handelt sich aber nicht um Kürzungen. Vielmehr heißt es: Dieses Projekt ist unter den gegenwärtigen strategischen Umständen nicht zu rechtfertigen. Wir werden diese Fähigkeit vorzeitig einstellen und in andere Bereiche investieren.“
Der Flugbetrieb der No. 35 Squadron wird in naher Zukunft eingestellt, wobei kein konkretes Datum bislang bekannt ist. Was mit den Flugzeugen nach ihrer Ausflottung passiert, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Die RAAF betreibt die C-130J Super Hercules, die Boeing C-17A Globemaster III und die KC-30A als Transportflugzeuge.
Bob Fischer
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