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Bombardier holt beim EcoJet Hochschulen mit an Bord

Ein Blended-Wing-Body-Flugzeug hat das Potenzial, die Effizienz eines Fluggerät massiv zu steigern und damit den Verbrauch und die Emissionen dramatisch zu verringern. Bombardier will dieses Konzept in künftige Business-Jet-Projekte einfließen lassen und hat nun akademische Partner benannt, die die Forschungen am EcoJet-Konzept wissenschaftlich begleiten.

6.02.2024

Bombardier arbeitet bei der Erforschung des EcoJet-Projekts mit verschiedenen Hochschulen zusammen, unter anderem mit der Universität von Victoria. © Guillaume Plisson/Bombardier

Der kanadische Flugzeughersteller Bombardier arbeitet seit rund 15 Jahren an dem Projekt EcoJet, das die Geschäftsluftfahrt revolutionieren soll. Seit 2017 testet der Hersteller Flugmodelle des EcoJet im Flug. Auf der Geschäftsluftfahrtmesse EBACE im Mai 2022 trat er mit dem EcoJet an die Öffentlichkeit und gab erste Projektdetails bekannt. Beim EcoJet testet Bombardier ein Flugzeugkonzept, bei dem nicht nur die Tragflächen, sondern auch der Rumpf Auftrieb liefert. Derzeit dient das Projekt aber ausschließlich der Grundlagenforschung und ist noch keine Plattform, aus der ein konkreter Business Jets in absehbarer Zukunft abgeleitet werden soll. Ziel des Projekts ist es, Technologien zu entwickeln, die die Emissionen eines neuen Flugzeugmusters um 50 Prozent reduzieren.

Nun hat Bombardier zwei akademische Partner an Bord des Projekts geholt – weitere sollen in Zukunft folgen. Das Centre for Aerospace Research (CfAR) der Universität Victoria (UVic) aus der kanadischen Provinz British Columbia und Quaternion Aerospace wurden als erste Partner des EcoJet-Projekts von Bombardier ernannt. Bombardier testet die frei fliegenden EcoJet-Modelle an einem ungenannten Flugplatz in Nordamerika.

EcoJet-Modelle fliegen frei

Stephen McCullough, der Senior Vice President of Engineering and Product Development bei Bombardier, sagte: „Bombardier ist stolz darauf, zukunftsweisende Forschung in der Luft- und Raumfahrt zu unterstützen und dabei ein breites Netz akademischer Einrichtungen einzubeziehen. Nachdem wir nun einige Aspekte der ersten Phasen des EcoJet-Flugerprobungsprogramms öffentlich gemacht haben, ist es uns wichtig, unseren Partnern, die maßgeblich an diesem Forschungsprojekts beteiligt sind, Anerkennung zu zollen und die phänomenale Resonanz mit ihnen zu teilen. Die Zusammenarbeit zwischen lokalen Unternehmen und führenden akademischen Einrichtungen ist der Schlüssel zur Förderung einer starken und florierenden kanadischen Luft- und Raumfahrtindustrie. Unsere Hand-in-Hand-Arbeit mit der Universität Victoria ist ein bedeutendes Beispiel für einen solchen Innovationspfad, der den Kompetenztransfer und die Talententwicklung landesweit fördert.“

Dr. Kevin Hall, der Präsident der Universitär von Victoria, sagte: „Wir freuen uns sehr, das Fachwissen unserer Universität in das bahnbrechende EcoJet-Forschungsprojekt von Bombardier einbringen zu können. Dies ist ein konkretes Beispiel für das Engagement der UVic für eine bessere Zukunft für alle durch Innovation. Diese Zusammenarbeit ist ein bedeutender Schritt vorwärts in unserem Engagement für Nachhaltigkeit, eine grünere Zukunft für die Luftfahrtindustrie und die Entwicklung von Spitzentechnologien, die die Grenzen von Wissenschaft und Technik hier in British Columbia und in ganz Kanada erweitern.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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