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Gulfstream schickt die G500 auf eine Welt-Tournee

Noch hat der neue Langstrecken-Business Jet G500 seine Zulassung nicht, dennoch schickt Gulfstream Aerospace das Muster auf eine sechsmonatige Demo-Tour in zwölf Länder.

24.01.2018

Gulfstream schickt seine G500 im Januar auf eine globale Demo-Tour. © Gulfstream Aerospace

Mitte Januar hob die erste Gulfstream G500 mit vollständig ausgerüsteter Kabine vom Savannah Hilton Head International Airport ab, um zum Love Field nach Dallas zu fliegen. Dort begann sie offiziell ihre globale, sechsmonatige Demo-Tour, die den neuen Langstrecken-Jet in insgesamt zwölf Länder führt. Geplant sind Stopps unter anderem in Atlanta, New York, Chicago, Mailand, Moskau, Beijing und Melbourne. Gulfstream wird das Muster bestehenden und potenziellen Kunden vorführen, damit sie „aus erster Hand die innovativen Technologien, den unvergleichbaren Komfort und die überragende Handwerkskunst“ kennenlernen können, so der Hersteller.

Gulfstream erwartet die Zulassung der G500 in den nächsten Wochen. Fünf G500 bestreiten zurzeit die restlichen Nachweisflüge für die Zulassung durch die Luftfahrtbehörden.

„Mit der geplanten Zulassung und der Indienststellung ist 2018 ist ein bedeutsames Jahr für die G500.“

Mark Burns, der Präsident von Gulfstream Aerospace sagte: „Mit der geplanten Zulassung und der Indienststellung ist 2018 ist ein bedeutsames Jahr für die G500. Jetzt ist ein idealer Zeitpunkt, damit Kunden das Flugzeug entdecken können, das bereits heute wegen seiner großen und breiten Kabine, seiner außergewöhnlichen Flugleistungen und wegen seiner führenden Technologie einen guten Ruf hat.“

Active-Control-Sidesticks im Cockpit

Die G500 verfügt über die ersten Active-Control-Sidesticks in der Geschäftsluftfahrt. Die Sidesticks im Cockpit sind miteinander gekoppelt und geben beiden Piloten ein aktives Feedback über das, was der andere Pilot gerade macht. Das Symmetry Flight Deck umfasst zehn Touch-Screen-Monitore und ein Enhanced Vision System der dritten Generation sowie ein Head-up-Display (HUD) der neuesten Generation.

Im Rahmen der Flugerprobung hat Gulfstream festgestellt, dass die errechneten Flugleistungen der von zwei Pratt & Whitney Canada PW800 PurePower-Turbofans angetriebenen G500 nicht nur erreicht, sondern zum Teil sogar übertroffen werden. Der Jet ist in der Lage, Distanzen von 5.200 nautischen Meilen (9.630 Kilometer) mit einer Reisegeschwindigkeit von Mach 0.85 nonstop zu überbrücken. Den Kunden wurde eine Reichweite von 5.000 nautischen Meilen (9.260 Kilometer) garantiert. Die aerodynamische Güte des Flugzeugs zeigt sich auch bei der Reichweite bei einer  Reisegeschwindigkeit von Mach 0.90. Hier beträgt die Reichweite 4.400 nautischen Meilen (8.149 Kilometer und liegt damit 600 nautischen Meilen (1.111 Kilometer) über den errechneten Werten.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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