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Platoon Aviation fliegt jetzt mit eigenem AOC

Es gibt mit Platoon Aviation ein weiteres Luftfahrtunternehmen in Deutschland mit eigenem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC). Das Executive-Charterunternehmen setzt auf eine Flotte von Pilatus PC-24 und das Konzept der „Floating Bases“.

11.01.2023

Platoon Aviation startet in das Jahr 2023 mit eigenem AOC und einer Flotte von vier Pilatus PC-24. © Pilatus Aircraft

Das Luftfahrtunternehmen Platoon Aviation mit Sitz in Hamburg hat unmittelbar vor Weihnachten vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) sein AOC (Air Operator Certificate) bekommen. Die Vorbereitungen dafür haben in Zusammenarbeit mit einer darauf spezialisierten Beratungsfirma rund ein Jahr gedauert. Mit dem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Nummer D-421 EG) darf Platoon Aviation Flugäste, Post und Fracht im gewerblichen Luftverkehr befördern. Deniz Weissenborn, der Gründer und CEO (Hauptgeschäftsführer) von Platoon Aviation, sagte im Gespräch mit Aerobuzz: „Das war schon ein berührender Moment. Ich möchte meinem ganzen Team für die Anstrengungen danken! Das macht echt Laune, mit ihm zu arbeiten!“

Pilatus PC-24 von Platoon Aviation

Platoon Aviation wurde im Frühjahr 2021 gegründet und fliegt eine Flotte von derzeit vier Pilatus PC-24. Das Unternehmen hatte das vierte Exemplar auf der AERO 2022 in Friedrichshafen von Pilatus Aircraft übernommen. Bislang betrieb Platoon Aviation seine Business Jets unter dem AOC eines befreundeten Luftfahrtunternehmens. Jetzt werden die Flugzeuge nach und nach in das eigene AOC übertragen. Die erste PC-24 ist schon eingetragen und führte nach Angaben von Deniz Weissenborn den ersten Flug unter eigenem AOC am 26. Dezember 2022 durch.

„Floating Bases“ als Erfolgsrezept

Platoon Aviation nutzt beim Betrieb seiner Flugzeuge das Konzept der „Floating Bases“, das bedeutet, dass ein Flugzeug nach einem Flug mit einem Kunden nicht zu einem Heimatflughafen zurückkehrt, sondern bis zum nächsten Flug an der letzten Destination verbleibt. Dadurch vermeidet das Unternehmen teure Leerflüge. 2022 waren die Flughäfen rund um London die am meisten angeflogenen Destinationen. Italien, die Schweiz und Spanien zählten zu den Hauptzielgebieten, zu denen die Kunden Flüge gebucht haben.

Lange Wartezeiten zwischen den Flügen gab es im vergangenen Jahr nach Aussage von Weissenborn aber nicht: „Wir hatten Höchstnachfragen. Wir waren sehr beschäftigt. Die ersten Maschinen sind schon über 1.000 Stunden geflogen.“

In den nächsten Wochen wird Platoon Aviation zwei weitere PC-24 übernehmen. Parallel zum weiteren Ausbau der Flotte sucht das Unternehmen Personal, nicht nur Pilotinnen und Piloten, sondern auch Dispatcher und Mitarbeiter für CAMO, den Vertrieb und Finance. „Wir freuen uns auf Leute, die Bock auf Platoon haben!“ beschreibt Deniz Weissenborn eine der Voraussetzungen für interessierte Kandidaten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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