Der Flugzeughersteller eViator aus Friedeburg in Niedersachsen hat einen weiteren potenziellen Kunden für sein zweimotoriges, elektrisch angetriebenes Flugzeug eViator bekanntgegeben. Das koreanische Technologie- und Luftfahrtunternehmen Solyu aus Seoul hat eine Kaufabsichtserklärung für 20 MDA1 eViator unterschrieben und 20 Optionen für den Erwerb von weiteren Exemplaren gezeichnet. Das Unternehmen will die Flugzeuge für die Entwicklung des elektrischen Regionalverkehrs in Korea und darüber hinaus nutzen.
Solyu hat bereits für weitere, elektrisch beziehungsweise hybrid-elektrisch angetriebene Regionalflugzeug-Projekte Kaufabsichtserklärungen unterschrieben, so beispielsweise im Herbst 2024 für 30 Wasserflugzeuge des Typs PHA-ZE 100 des Schweizer Unternehmens JEKTA und im Sommer 2025 für 20 (plus 20 Optionen) ERA des französischen Herstellers AURA AERO.
Solyu ist Erstkunde der MDA1 in Asien
Gregor Müller, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von MD Aircraft, sagte: „Wir freuen uns sehr, Solyu als einen unserer Erstkunden in Asien begrüßen zu dürfen. Südkorea ist ein hochinnovativer Markt mit großen Ambitionen im Bereich der Advanced Air Mobility und des nachhaltigen Verkehrs. Das bekundete Interesse von Solyu am Erwerb von bis zu 40 Flugzeugen unterstreicht das wachsende Vertrauen in die MDA1-Plattform und deren Potenzial, die regionale Luftfahrt durch emissionsfreien Betrieb zu transformieren.“
MD Aircraft hatte erst im vergangenen Oktober prominente Unterstützung aus der Luftfahrtbranche erhalten, da Piper Deutschland in das Unternehmen investiert hat. Der Hersteller entwickelt die vollelektrisch angetriebene MDA1 mit einer Reichweite von zunächst 216 nautischen Meilen (400 Kilometer) und einer Kapazität von bis zu zehn Insassen. Diese Reichweite ist nach Angaben des Herstellers bereits mit der heute verfügbaren Batterietechnologie zu erreichen. Bei den zu erwartenden Fortschritten bei den Energiespeichern werde sich die Reichweite auch entsprechend erhöhen.
Die MDA1 eViator wird konsequent auf Leichtbau ausgelegt und soll aus CFK-/GFK-Faserverbundwerkstoffen gefertigt werden. Um zu verhindern, dass das Flugzeug während des Ladens der Batterien am Boden warten muss, sollen die Batterien in Schnellwechselmodulen in den Triebwerksgondeln integriert werden, die in kurzer Zeit am Boden gewechselt werden können.
Volker K. Thomalla
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