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ICAO-Karten Deutschland 2021 zeigen IFR-Endanflüge

Es klingt oberlehrerhaft, aber eine aktuelle Ausgabe der ICAO-Karten 1:500.000 ist für Sichtflugpiloten unersetzlich. Auch in diesem Jahr gibt es einige Änderungen sowie neu erstmalig eine Darstellung der Endanflüge an einigen ausgewählten Flugplätzen mit IFR-Anflugverfahren.

8.03.2021

Auf den ICAO-Karten Deutschland im Maßstab 1:500.000 sind erstmalig die IFR-Endanflüge eingezeichnet. © DFS

Ende dieses Monats erscheinen die neuen ICAO-Karten Deutschland der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH im Maßstab 1:500.000, die für Piloten, die im Sichtflug unterwegs sind, ein wichtiges Navigationszubehör darstellen, trotz aller elektronischen Nav-Hilfen im Cockpit. Auch in diesem Jahr sind wieder etliche Änderungen im Vergleich zum Vorjahr zu finden.

Die größten Änderungen sind an kontrollierten Flugplätzen zu entdecken, an denen kein Luftraum der Klasse C oder D eingerichtet ist. Dort stellen sich die IFR-Endanflüge als besonders sensibel hinsichtlich des IFR/VFR-Mischverkehrs dar. Um die Aufmerksamkeit für die IFR-Endanflugbereiche gegenüber VFR-Piloten zu erhöhen, werden in der neuen ICAO-Karte 1:500.000 die IFR-Endanflüge inklusive der jeweiligen Flughöhe am Beginn des Endanfluges schematisch an ausgewählten IFR-Flugplätzen dargestellt. Im Bild oben sind die IFR-Endanflüge auf Erfurt als rosa Fläche mit gezackten Rändern dargestellt. Die Flughöhe zu Beginn des Finals ist neben dem Kreuz zu sehen, im Fall von Erfurt, 4.000.

Die DFS weist darauf hin, dass die ICAO-Karte bei Erscheinen die gültige Luftraumstruktur gemäß dem aufgedruckten Datum (Effective Date) darstellt. Das ist bei den ICAO-Karten 2021 der 25. März 2021. Bei der Erstellung werden ausschließlich amtliche und offizielle Luftfahrtinformationen verarbeitet. Die DFS gewährt für den Inhalt und haftet für selbst verursachte Fehler.

Verbände sind an der Abstimmung beteiligt

Verbände, Behörde und Interessensvertretungen stimmen diese Luftraumänderungen jährlich ab. Diess werden von den Aufsichtsbehörden und dem BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) genehmigt und von der DFS umgesetzt und mit Verfahren hinterlegt.

Bei den Lufträumen Charlie von Frankfurt und München gibt es in einige Veränderungen, auch die Lufträume über den Flughäfen Leipzig und Dresden haben einige Modifikationen erfahren. In Dresden wird beispielsweise die Obergrenze des Luftraums Delta (nicht CTR) auf Flugfläche 75 angehoben, und zwischen FL75 und FL100 ist neu ein TMZ (Transponder Mandatory Zone) hinzugekommen. Über Nürnberg reicht der Luftraum D (nicht CTR) jetzt ebenfalls bis FL75, darüber schließt sich ebenfalls eine TMZ bis Flugfläche 100 an.

Der Luftraum über Deutschland wird durch acht Kartenblätter abgedeckt: Rostock, Hamburg, Berlin, Hannover, Nürnberg, Frankfurt, München und Stuttgart. Die DFS bietet über den Flugbedarfshandel neben der Motorflugausgabe auch jeweils eine Version für den Segelflug sowie eine Variante mit Nachttiefflugstrecken an. Alle Karten sind in Papier oder foliert sowie als gefalzte oder gerollte Karte erhältlich. Als Übersichtskarte gibt es eine Wandkarte, die komplett Deutschland abdeckt. Die ICAO-Karte ist auch als digitales Produkt in verschiedenen Apps und Software-Programmen verfügbar, teilt die DFS mit.

 

 

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