Homepage » General Aviation - news » Learjet 60-Absturz in Florida fordert neun Todesopfer

Learjet 60-Absturz in Florida fordert neun Todesopfer

In den Vereinigten Staaten hat es einen Unfall eines Business Jets gegeben, bei dem alle Insassen ums Leben gekommen sind.

2.11.2026

Bombardier hat den Learjet 60 zwischen 1993 und 2012 in Serie gefertigt. © Bombardier

Am Sonntag, den 1. November 2026 ist in Greenacres bei West Palm Beach im US-Bundesstaat Florida ein Geschäftsreiseflugzeug des Typs Leajet 60 abgestürzt. Dashcam-Kameras von Autos, die auf die Unglücksstellen zufahren, zeigen wie der zweistrahlige Jet fast senkrecht mit extrem hoher Geschwindigkeit auf die Erde zurast und beim Aufprall in einem Feuerball explodiert. Neun Menschen waren an Bord des Flugzeugs. Keiner hat den Unfall überlebt.

Der Jet mit dem Kennzeichen N722BD war rund zwei Stunden und 15 Minuten zuvor vom Austin-Bergstrom International Airport im US-Bundesstaat Texas gestartet. Die Besatzung hatte einen Flugplan zum North Eleuthera Airport auf den Bahamas aufgegeben.

Plötzlich geht der Jet in einen steilen Sinkflug

Entsprechend der Daten von Flugverfolgungsdiensten verlief der Flug zunächst normal. Der Business Jet flog auf einer konstanten Reiseflughöhe von 41.000 Fuß und einer Geschwindigkeit von 470 Knoten. Er sank gegen 17.36 Uhr erwartungsgemäß auf 35.000 Fuß, um Höhe abzubauen. Die Piloten berichten der Flugsicherung, dass sie Turbulenzen spüren und Vereisung und erbitten die Freigabe, auf 37.000 Fuß zu steigen. Nachdem der Lear 60 Naples passiert hat, dreht er allerdings in Richtung Nordosten und dann nach Osten und steigt kurzzeitig wieder. Dann dreht er eine Kurve nach Süden und sinkt mit extrem hoher Geschwindigkeit von bis zu 30.000 Fuß pro Minute. ATC empfängt noch einen Mayday-Funkspruch, dann schlägt das Flugzeug auf den Boden auf.

Bombardier hat die Flugzeuge der Learjet 60-Familie von 1993 bis 2012 gebaut. Der Learjet 60 hat weltweite Verbreitung gefunden. Er verfügt über eine maximale Startmasse von 10.600 Kilogramm und bietet seinen Nutzern eine Reichweite von 2.500 nautischen Meilen (4.630 Kilometer). Der verunglückte Jet hatte seinen Erstflug im Jahr 2004. Der Hersteller hat rund 400 Learjet 60 aller Varianten gebaut.

Volker K. Thomalla

 

Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Folgen Sie uns auf Bluesky

Liken Sie uns auf Facebook

 

Weitere Berichte zur Flugsicherheit bei Geschäftsreiseflugzeugen:

Ein Learjet ist in Philadelphia abgestürzt

Learjet der GFD ist heute in Hohn abgestürzt

Beim Absturz der King Air in Southend sind vier Menschen gestorben

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.