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Junkers Flugzeugwerke wollen die Ju 52 wieder bauen

Feiert die Ju 52 bald wieder ein Comeback? Die Junkers Flugzeugwerke, die schon die F13 und die A50 Junior und die A60 wieder gebaut haben, wollen nun die Ju 52 als Neuflugzeug wieder bauen. 

27.04.2022

Die Junkers Flugzeugwerke wollen die Ju 52 wieder aufleben lassen als Ju-52 NG mit RED A03-Motoren und Fünfblatt-Propellern. © V. K. Thomalla

Am Vortag der AERO in Friedrichshafen gaben die Junkers Flugzeugwerke AG aus Widnau in der Schweiz bekannt, dass sie ein Konzept erarbeitet haben, um die legendäre Ju 52 als Neuflugzeug wieder zu bauen. Die Ju-52 NG (New Generation) soll wie ihr historisches Vorbild von drei Motoren angetrieben werden. Anstelle der BMW-Motoren sollen allerdings drei moderne RED A03-Zwölfzylindermotoren von RED Aircraft mit je 550 PS (404 kW) die Propeller drehen und bei dem Flugzeug für Vortrieb sorgen. Um den Vortrieb möglichst effizient und leise zu erzeugen, sollen Fünfblatt-Propeller zum Einsatz kommen. 

Ein Modell am Stand des Herstellers zeigt, wie sich die Konstrukteure die Ju-52 NG vorstellen. Das Flugzeug soll von der EASA zugelassen werden und für den Transport von bis zu 14 Passagieren oder Fracht zertifiziert werden. Rundinstrumente wird man im Cockpit der neuen Ju 52 nicht finden. Stattdessen soll Avionik – ein modernes, digitales Glascockpit – von Garmin International Einzug in das Instrumentenbrett der Dreimot halten. Auch einen Autopiloten soll es geben. Die Leermasse der neuen Ju 52 soll bei rund 8,6 Tonnen liegen, im Vergleich zu 10,5 Tonnen der früheren Jun 52. Wenn die Entscheidung für den Bau der Ju-52 NG schnell fällt, könnte die Zertifizierung des Flugzeugs in den Jahren 2025/2026 erfolgen.

Zulassung ist für 2025/2026 angestrebt

Als Projektpartner beim Bau der Ju-52 NG setzen die Junkers Flugzeugwerke wieder auf den erfahrenen Betrieb Kaelin Aero aus Oberndorf im Schwarzwald. Die Firma hatte bereits die Fertigung der Junkers F13-Repliken sowie den Bau der Junkers A50 Junior übernommen und verfügt über einzigartige Erfahrungen im Umgang mit Wellblech im Flugzeugbau. Allerdings würde die Endmontage der Flugzeuge nicht in Oberndorf erfolgen, sondern in der Schweiz. 

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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