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Motorsegler K 11: Ein weiteres Schätzchen für die Quaxe

Der Verein aus Paderborn heißt in seiner Oldtimer-Flotte ein neues Flugzeug willkommen: den Motorsegler K 11 – ein Einzelstück, gebaut von Rudolf Kaiser himself.

30.05.2024

Die K 11 an dem Ort, an dem sie sich wahrscheinlich am wohlsten fühlt – hoch oben in der Luft. © Peter Hadamczik-Trapp, peters-pixworx

„Moin und Frohe Pfingsten“, hieß es neulich in einem vereinsinternen Rundschreiben von Quax-Präsident Peter Sparding. „Wir haben ein einmaliges Angebot vorliegen, einen historischen Motorsegler zu erwerben. Es handelt sich um die K 11. Ein Einzelstück, gebaut von Rudolf Kaiser für den Eigenbedarf. Die K 11 passt wie kaum viele andere in unsere Sammlung historisch bedeutsamer Flugzeuge.“ Und weiter: „Da die Beiträge (der Vereinsmitglieder, Anm. der Redaktion) und laufenden Einnahmen ,nur’ zum Erhalt und Betrieb unserer Flugzeuge reichen, sind wir bei Neuerwerbungen auf die zusätzliche Unterstützung von Vereinsmitgliedern angewiesen. Spender bitte per Privatnachricht an Sprocki, Cyril oder mich.“ So läuft das bei den Quaxen. Manchmal jedenfalls.

Kleinmotorsegler K 11 von Rudolf Kaiser

Zur Einordnung der K 11 ein kleiner Text von der Website des Segelflugzeugbauers Alexander Schleicher: „Auch wenn Rudolf Kaiser den Kleinmotorsegler K 11 mit Göbler-Hirth-Bugmotor im Jahr 1964 als Einzelstück für sich selbst baute, gehört sie in die Schleicher-Liste der Nachkriegsflugzeuge. Aus Komponenten der Ka 6, K 8 und K 9 entstand dieses Flugzeug als Vorläufer der späteren K 12 / ASK14. Wenn das Wetter zum Fliegen in seiner eigenen Ka 6 BR nicht gut genug war, konnte Rudolf Kaiser nun mit dem Motor die Thermik-Lücken überbrücken – was der K 11 auch den Beinamen ,Lückenbüßer’ einbrachte. Klaus Seemann hat die K 11 nach langem Schlummerdasein in Österreich mit großem Aufwand wieder zu neuem Leben erweckt und fliegt jetzt in Bad Neustadt in der Rhön mit ihr.“

Und nun also stand das Flugzeug zum Verkauf. Der Vorstand der Quaxe, jenem Paderborner „Verein zur Förderung von historischem Fluggerät“, war sehr interessiert und tat das (siehe oben) in einem Rundschreiben an die Mitglieder kund.

Die Vorstellung, dieses Flugzeug zu erwerben, gefiel den meisten – darauf ließen die zahlreichen schnellen Antworten in einer großen Chatgruppe schließen. Einige Flugzeugfreunde gaben zu bedenken, dass man noch einige weitere kostenintensive Wiederaufbauprojekte „in Bearbeitung“ habe und das Geld vielleicht lieber in jene investieren sollte… doch da war Peter Spardings Spendenaufruf längst auf fruchtbaren Boden gefallen. Am nächsten Tag meldete sich der „Präsi“ nochmal zu Wort: „Liebe Mitglieder. 23 Stunden später – und die Finanzierung ist zusammen. Wir werden die K11 kaufen! Allerbesten Dank an alle Spender! Wann die Abholung von der ehrwürdigen Wasserkuppe erfolgt, baldowern wir noch aus und werden es rechtzeitig mitteilen. Danke, Peter.“

Nur wenige Tage später war auch der Transport erledigt – die K 11 steht nun zwischen all’ den anderen historischen Flugzeugen in ihrem neuen Zuhause in Paderborn. So läuft das bei den Quaxen. Manchmal jedenfalls.

Meiko Haselhorst

 

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Über Meiko Haselhorst

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Meiko Haselhorst wollte als Kind immer Pilot werden. Doch es kam anders: Er wurde Tischler, später Redakteur einer Tageszeitung – und arbeitet heute als freiberuflicher Journalist. Seine immer noch vorhandene Leidenschaft für Flugzege und fürs Fliegen lebt der zweifache Vater zuweilen auf Reisen und an der Tastatur aus.

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