Homepage » General Aviation » Rolls-Royce entwickelt APUS-Experimentalflugzeug mit Partnern

Rolls-Royce entwickelt APUS-Experimentalflugzeug mit Partnern

Rolls-Royce verstärkt seine Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der elektrischen und hybrid-elektrischen Luftfahrtantriebe. In Kooperation mit mehreren Partnern aus Brandenburg will der Hersteller ein fliegendes Exeperimentalflugzeug mit hybrid-elektrischem Antrieb entwickeln und bauen. 

10.11.2019

Rolls-Royce entwickelt in Zusammenarbeit mit APUS und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenbg (BTU) das Hybridflugzeug Aous i-5. © Rolls-Royce

Rolls-Royce gibt bei seinen Bemühungen um die Realisierung des Elektroflugs Gas. Das Unternehmen hat nun angekündigt, mit dem Ingenieurbüro Apus aus Strausberg sowie der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) zusammenzuarbeiten, um ein hybrid-elektrisches Experimelntalflugzeug zu bauen und in die Luft zu bekommen. Das Programm hat zunächst eine Dauer von drei Jahren, wobei mit den ersten Flügen des neuen Experimentalflugzeugs ab 2021 gerechnet wird.

Rolls-Royce wird für das viermotorige Flugzeug namens Apus i-5 nicht nur sein M250-Antriebssystem zur Verfügung stelle, sondern auch die Programmleitung übernehmen. Das Kerntriebwerk des M250 soll bei dem Flugzeug einen Generator antreiben, der wiederum die Energie für die vier Elektromotoren liefert. Die Apus i-5 soll über eine Abflugmasse von rund vier Tonnen verfügen und konventionell starten und landen.

Unterstützung durch die Landesregierung

Dr. Dirk Geisinger, der Direktor Business Aviation und Vorsitzender der Geschäftsführung  Rolls-Royce Deutschland, sagte: „Wir danken der Landesregierung ausdrücklich für ihre anhaltende Unterstützung und freuen uns, gemeinsam mit Apus und der BTU Cottbus-Senftenberg an diesem bahnbrechenden Demonstrator-Programm zu arbeiten. Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung von Antriebssystemen, die eine neue Klasse leiseren und saubereren Luftverkehrs ermöglichen werden. Gleichzeitig wird damit unser Standort Dahlewitz – eines der Zentren für die Weiterentwicklung von Hybridantrieben in unserem Unternehmen – weiter gestärkt.“

Rob Watson, der Direktor von Rolls-Royce Electrical, sagte: „Wir haben die Hybridversion der M250-Gasturbine bereits in einem Demonstrator in den Betriebsarten Serien-Hybrid, Parallel-Hybrid und Turbo-Elektrik am Boden getestet. Der M250-Hybrid soll als Antriebssystem mit einer Leistung von 500 Kilowatt bis 1 Megawatt eingesetzt werden. Er hat das Potenzial, Luftfahrtantriebe zu transformieren. Rolls-Royce hat bei jeder bedeutenden Entwicklung der Luftfahrtindustrie Pionierarbeit geleistet. So ist es nur natürlich, dass wir unseren Teil zu diesem spannenden nächsten Schritt der Elektrifizierung beitragen.“

Volker K. Thomalla

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

 

Schon gelesen?

Loganair will ab 2023 erste Elektroflug-Linienflüge anbieten

Eviation präsentiert Erstkunden für Elektroflugzeug Alice

Elektroflug: Kilowatt statt PS!

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.