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Rostec will eine internationale Löscheinheit mit Be-200 bilden

Die staatliche russische Rostec-Holding verstärkt ihre Bemühungen zum Verkauf des Be-200 Jet-Amphibiums. Nun hat sie den Vorschlag gemacht, eine internationalen Feuerlöscheinheit zu bilden, die Wald- und Buschbrände mit der Be-200 löscht.

18.10.2020

Die Be-200 ist bereits 1998 erstmalig geflogen. Bislang hat nur Russland das Flugzeug gekauft. © UAC

Der Generaldirektor der russischen Staatsholding Rostec Corporation, Sergej Chemezow, hat den Vorschlag gemacht, eine internationale fliegende Feuerwehreinheit zu bilden, die weltweit Löscheinsätze bei ausgedehnten Wald- und Buschbränden durchführt. Als ideales Flugzeug für diese Einheit sieht er das zweistrahlige Amphibienflugzeug Be-200, das bereits beim russischen Katastrophenschutzministerium sowie bei der russischen Marine eingeführt wurde.

Chemezow sagte bei der Vorstellung seines Vorschlags: „Viele Länder mit akuten Problemen mit Buschbränden haben keine solche Ausrüstung, aber sie fragen Russland nach einer saisonalen Unterstützung.“ Im vergangenen Sommer waren russische Be-200 auf Bitten des türkischen Landwirtschaftsministeriums in der Türkei stationiert und halfen den dortigen Feuerwehren, Flächenbrände zu bekämpfen. Insgesamt flogen sie dabei 500 Einsatzstunden. Allerdings könnten die Flugzeuge nicht immer im Ausland eingesetzt werden, da sie innerhalb Russlands zur Brandbekämpfung benötigt würden, räumte Chemezow ein. Deshalb sei ein speziell aufgestelltes Lösch-Geschwader ein internationales, humanitäres Projekt.

International nicht genügend Flugzeuge

Rostec erwartet in Kürze eine neue Bestellung des russischen Katastrophenschutzministeriums über sechs Be-200, um ältere Exemplare dieses Typs auszumustern. Diese ausgemusterten Flugzeuge könnten die Basis für ein internationales Lösch-Geschwader bilden. „Es gibt einen hohen Bedarf an saisonalen Einsätzen von Amphibienflugzeugen, die von Crews mit Erfahrung bei Löscheinsätzen geflogen werden, aber derzeit ist es nicht möglich, alle Anfragen zu beantworten, da es nicht genug dieser Flugzeuge gibt.“

Der russische Luftfahrtkonzern United Aircraft Corporation (UAC) rechnet damit, dass eine internationale Löschflugzeug-Einheit die Exportchancen für das Flugzeugmuster deutlich erhöhen würde.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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