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Thales testet seine neue FlytX-Avionik jetzt im Flug

Der französische Hersteller Thales hat die Flugerprobung seiner neuen Avionik FlytX an Bord eines Leichthubschraubers aufgenommen. Sie soll später auch für Flächenflugzeuge adaptiert werden.

15.09.2021

Thales hat die Flugerprobung seines neuen Avionikpaketes FlytX mit einem Leichthubschrauber von Guimbal aufgenommen. © Thales

Der französische Konzern Thales Group hat mit der Flugerprobung seines neuen Avionikpakets FlytX begonnen. Dazu nutzt er einen Leichthubschrauber des Typs Guimbal Cabri G2, in dessen Instrumentenbrett ein einziges FlytX-Display installiert wurde. FlytX kann aus bis zu vier Displays bestehen und kann für Helikopter aller Größen angepasst werden.

Das FlytX-Avionikpaket von Thales ist auf viele Hubschraubertypen anpassbar. © Thales

Die Avionik wurde in den vergangenen Jahren entwickelt, um die Arbeitsbelastung der Cockpitcrew zu reduzieren und das Situationsbewusstsein zu verbessern, ist sicher gegen Cyberangriffe und bietet laut Thales eine bis zu 40-prozentige Reduzierung von Gewicht, Größe und Energieverbrauch im Vergleich zu aktuellen Avioniksystemen. Sie ist modular aufgebaut und in der Lage, sich mit Sensoren und externen Datenquellen wie beispielsweise Tablets sicher zu verbinden.

FlytX kommt auch als Retrofit-Kit

Militärische und zivile Crews können FlytX mit oder ohne Handschuhe bedienen. Thales will die Erprobung des Systems im Cabri G2 im nächsten Jahr abschließen. Als Kunden für das neue System hat der Hersteller FlytX bereits Airbus Helicopters und die französische Rüstungsbeschaffungsbehörde Direction Générale de l’Armement (DGA) für die Ausrüstung des Guépard gewonnen. Außerdem hat der russische Hersteller VR-Technologies die Avionik für seinen leichten Turbinenhubschrauber VRT500 ausgewählt. Thales will das System nicht nur in neue Hubschrauber installieren, sondern wird es auch als Umrüstsatz anbieten.

Thales entwickelt FlytX aber nicht nur für Hubschrauber, ab 2025 soll der Hersteller die Avionik auch für Business- und Regionaljets auf den Markt bringen.

Volker K. Thomalla

 

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