Homepage » Helikopter » DRF Luftrettung hat H145 mit Fünfblattrotor in Dienst gestellt

Die DRF Luftrettung stationiert ihre erste H145 mit Fünfblattrotor in Stuttgart. Von dort, in der Nähe des Sitzes der Luftrettungsorganisation wird „Christoph 51“ künftig seine Einsätze fliegen. In den kommenden Monaten übernimmt die DRF zwei weitere Exemplare der modernisierten H145.

8.03.2021

Die DRF Luftrettung hat am 8. März 2021 ihre erste H145 mit Fünfblattrotor (Vordergrund) in Dienst gestellt. Dahinter einer H145 mit dem bisherigen Vierblattrotor. © DRF Luftrettung

Gestern traf mit der H145 mit dem Kennzeichen D-HXFA der erste Helikopter dieses Typs in Deutschland für den Luftrettungsdienst auf seiner neuen Basis am Flughafen Stuttgart ein. Die DRF Luftrettung hatte den Hubschrauber kurz vor Weihnachten beim Hersteller Airbus Helicopters in Donauwörth abgeholt. In den vergangenen Wochen rüsteten Techniker der DRF ein Wetterradar und die medizinische Ausrüstung in den Hubschrauber ein.

Maximale Startmasse 3.800 Kilogramm

Airbus Helicopters hatte den überarbeiteten Hubschrauber im März 2019 auf der Messe Heli-Expo erstmalig der Weltöffentlichkeit präsentiert. Der neue Fünfblatt-Hauptrotor anstelle des zuvor verwendeten Vierblattrotors erlaubt dem Drehflügler, 150 Kilogramm mehr Last aufzunehmen. Das maximale Startgewicht der H145 beträgt nun 3.800 Kilogramm. Die einfache Konstruktion des neuen lagerlosen Hauptrotors wird nach Angaben des Herstellers die Wartung erleichtern und die Einsatzfähigkeit und Zuverlässigkeit der H145 weiter verbessern. Zugleich wird der Flug für die Besatzung und die Insassen durch ein geringeres Vibrationsniveau angenehmer. Durch den geringeren Rotordurchmesser kann die H145 in einem beengteren Umfeld eingesetzt werden als bislang. Weitere, weniger auffällige Modifikationen der neuen Version betreffen die Konnektivität und eine bessere Wartbarkeit des von zwei Safran Arriel 2E-Triebwerken angetriebenen Musters. Die beiden Triebwerke leisten jeweils 750 kW (1.020 Wellen-PS).

Im Cockpit gibt es eine WiFi-Verbindung, über die die Crews Daten vom Tablet direkt in den Bordcomputer übertragen kann. Die Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union (EASA) hatte die modernisierte H145-Version im Juni 2020 zugelassen.

Die DRF Luftrettung hat ihre erste von insgesamt 15 bestellten H145 mit Fünfblattrotor am 23. Dezember 2020 in Donauwörth übernommen. © DRF Luftrettung

Dr. Krystian Pracz, der Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung, sagte zur Indienststellung des neuen Christoph 51: „Die Indienststellung der neuen H145 mit Fünfblattrotor stellt einen Meilenstein in der Luftrettung in Deutschland dar, darauf sind wir sehr stolz. Wir haben die Entscheidung, das System einzusetzen, sobald es verfügbar ist, und diesen Weg als erste zu gehen, sehr bewusst getroffen.“

Die DRF Luftrettung wird in den kommenden Monaten zwei weitere H145 mit Fünfblattrotor von Airbus Helicopters übernehmen und in ihre Flotte aufnehmen. Gleichzeitig wird die Luftrettungsorganisation gemeinsam mit Airbus die Umrüstung einer bestehenden H145 auf den Fünfblattrotor vornehmen. Auch hier ist die DRF Luftrettung Vorreiter, denn sie wird als weltweit erster Kunde von Airbus diese Umrüstung in ihrer Werft selbst durchführen. Innerhalb der nächsten beiden Jahre will die DRF Luftrettung alle ihre H145 auf den neuen Hauptrotor mit fünf Rotorblättern umrüsten. Im vergangenen Jahr hatten Airbus Helicopters und die DRF Luftrettung bekanntgegeben, dass die DRF 15 neue H145 sowie 20 Umbausätze für bestehende H145 bestellt hat. Die DRF will diesen Umbau künftig auch externen Kunden anbieten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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