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Leonardo hat den Kampfhubschrauber AW249 auf der ILA präsentiert

Wenn die Heeresflieger der Bundeswehr ihre Tiger in absehbarer Zeit ausmustern, gibt es keinen gleichwertigen Ersatz. Leonardo bringt sich mit seinem Kampfhubschrauber AW249 als europäische Lösung in Stellung. Der Hersteller zeigt sich auch offen für industrielle Kooperationen.

12.06.2026

Leonardo zeigte den Kampfhubschrauber AW249 auf der ILA in Berlin im Static und im Flying Display. © Volker K. Thomalla

Der italienische Aerospace-Konzern Leonardo hat auf der ILA (10. – 14. Juni 2026) auf dem Berlin ExpoCenter Airport am Flughafen BER erstmalig seinen Kampfhubschrauber AW249 Fenice im Static und im Flying Display vorgeführt. Der Hubschrauber verfügt über eine maximale Startmasse von 8,3 Tonnen. Die italienischen Heeresflieger haben als erster Kunde bis zu 48 Exemplare des Helikopters in Auftrag gegeben – derzeir sind 19 fest bestellt. Dort wird er ab dem Jahr 2028 unter der Bezeichnung AH-249A NEES (Nuovo Elicottero da Esplorazione e Scorta) eingeführt und wird die A129 Mangusta ersetzen.

Leonardo hat in die AW249 bereits die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zwischen dem bemannten Hubschrauber und unbemannten Fluggeräten integriert. Die AW249 ist mit einem Waffensystem ausgestattet, das neben einer 20-mm-Dreifach-Gatling-Kanone unter dem Bug auch gelenkte und ungelenkte 70-mm-Raketen, Luft-Luft-Raketen und Luft-Boden-Raketen umfasst. Zum Selbstschutz ist die Integrated Defensive Aids Suite (IDAS) integriert. Gepanzerte Sitze und beschussfeste Treibstofftanks sowie die strukturell eingearbeitete Crash-Sicherheit erhöhen die Überlebensfähigkeit des Hubschraubers und seiner Besatzung auf dem Gefechtsfeld.

Die AW249 ist ein digitalisierter Kampfhubschrauber

Die AW249 ist nach Angaben des Herstellers aber mehr als „nur“ ein Kampfhubschrauber. Er ist komplett digitalisiert und kann auch Aufgaben als Kommando- und Kontroll-Knotenpunkt erfüllen. Dank seiner hohen internen Rechnerleistung kann er Daten von verschiedenen – auch externen – Sensoren zusammenführen und so schnell ein genaues Lagebild erstellen, welches schnelle Entscheidungen ermöglicht.

Der Kampfhubschrauber AW249 Fenice wird ab 2028 die A129 Agusta bei den italienischen Heeresfliegern ablösen. © Volker K. Thomalla

Leonardo hat bislang vier AW249 gebaut. Neben einem Prototyp setzt der Hersteller auch drei Vorserienexemplare in der Flugerprobung ein.

Lorenzo Mariani, der Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von Leonardo, sagte: „Das AW249-Programm ist das Ergebnis einer weitsichtigen Vision, die von Institutionen und Industrie geteilt wird, und kommt in einer besonderen Phase zum Tragen, wenn man die sich wandelnde globale Sicherheitslage und vor allem die Bemühungen Europas um stärkere Synergien bei Verteidigungs- und Sicherheitsinitiativen berücksichtigt. Die AW249 demonstriert konkret Leonardos erstklassiges Know-how in den Bereichen Plattformen und Elektronik, ermöglicht die vollständige Kontrolle über Kernkompetenzen und bietet gleichzeitig bedeutende Möglichkeiten für industrielle Zusammenarbeit. Er könnte einer unserer Katalysatoren sein, um diese europäischen Bemühungen zu unterstützen. In einer Zeit, in der die Stärkung der Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit noch nie so wichtig war, ist die AW249 bereit, nicht nur operative Überlegenheit zu gewährleisten, sondern auch neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit auf dem Kontinent und darüber hinaus zu schaffen.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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