Homepage » Helikopter » Marineflieger sagen: Bye, bye Sea King!

Die Ära der Westland Sea King bei den Marinefliegern ist fast beendet. Vor 50 Jahren landeten die ersten Exemplare des Hubschraubers in Kiel-Holtenau, nun landeten sie dort zum letzten Mal. Die Außerdienststellung erfolgt aber offiziell erst im Sommer. Den SAR-Dienst hat bereits das Nachfolgemuster übernommen.

21.03.2024

Die Westland Sea King MK41 89+63 der Marineflieger überfliegt auf diesem Foto den Nord-Ostsee-Kanal bei Nübbel. © Emiel Sloot/ Aviationreview.online

Obwohl der offizielle Abschied der Marineflieger von dem Hubschraubermuster Westland Sea King Mk41A erst am 31. August dieses Jahres im Rahmen einer Ausmusterungszeremonie erfolgen wird, hat das Marinefliegergeschwader (MFG) 5 bereits am 20. März den letzten Flug mit dem Sea King absolviert. Crews des früher in Kiel-Holtenau und heute in Nordholz stationierten MFG5 flogen mit den beiden Sea Kings 89+65 und 89+63 – in Traditionslackierung – von Nordholz nach Kiel. Dabei wurden sie von einem MH90 Sea Lion begleitet, der die Aufgaben des Hubschraubers übernommen hat. Vor genau 50 Jahren, am 20. März 1974, war erstmalig eine Westland Sea King in Kiel-Holtenau gelandet.

Ersatz für die H-34 und die HU-16 Albatross

Die Westland Sea King ersetzen bei den Marinefliegern sowohl die Sikorsky H-34 als auch Grumman HU-16 Albatross im Such- und Rettungsdienst (SAR). Das Verteidigungsministerium hatte 22 Hubschrauber Ende 1969 bestellt, geliefert wurden sie erst in den Jahren 1974 und 1975.

Die Sea King der Marineflieger wurden mehrfach modernisiert. Ihr Hauptaufgabe bestand zwar im SAR-Dienst, aber sie waren auch in der Lage, von einigen Schiffen der Marine wie beispielsweise den Einsatzgruppenversorgern der Klasse 702 aus zu operieren.

Als Ablösung für die Sea King haben die Marineflieger zwischen 2021 und Anfang 2023 insgesamt 18 NH90 Sea Lion übernommen. Im Juli 2023 haben die Sea Lion mit der Übernahme des SAR-Dienstes begonnen.

Im Januar dieses Jahres gab das Bundesverteidigungsministerium bekannt, dass sechs der Sea King der Marineflieger sowie ein umfangreiches Paket an Ersatzteilen an die Ukraine abgegeben würden. Aerobuzz hatte darüber berichtet.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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