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Die Bristow Group will zusätzliche Chaparral-Frachtdrohnen kaufen

Autonom fliegende Frachtdrohnen werden die Logistik auch im regionalen Bereich sowohl bei zivilen als auch bei militärischen Nutzern verändern. Die Elroy Air hat jetzt von der Bristow Group weiteren Rückenwind erhalten.

22.09.2026

Der Hubschrauber-Betreiber Bristow Group hat seinen ursprünglichen Auftrag über fünf Chaparral-Drohnen um eine Reservierung von zehn Lieferpositionen erweitert. © Elroy Air

Der Drohnenentwickler Elroy Air aus San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien und der Hubschrauber-Betreiber Bristow Group haben gemeinsam angekündigt, dass die Bristow Group zusätzlich zu den bereits bestehenden fünf Reservierungen von frühen Lieferpositionen für die Chaparral-Drohne sich zehn weitere frühe Lieferpositionen gesichert habe. Die Bristow Group hatte im Sommer 2022 eine Kaufabsichtserklärung für bis zu 100 Chaparral-Drohnen beim Hersteller unterzeichnet.

David Stepanek, der Executive Vice President und Chief Transformation Officer bei der Bristow Group, sagte: „Die Vorführung des Chaparral-Systems in Louisiana bot uns die Gelegenheit, zu untersuchen, wie es verschiedenste Transport- und Logistikaufgaben unterstützen kann. Es ist großartig, mit einem Partner wie Elroy Air zusammenzuarbeiten. Wir sehen Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen kommerzielle Dienste, staatliche Aufgaben sowie Spezialmissionen und prüfen weiterhin, welchen Mehrwert Technologien dieser Art für unsere Kunden schaffen können.“

Die autonom fliegende Frachtdrohne Chaparral kann über 225 Kilogramm (500 pound) Fracht transportieren und wird von insgesamt zwölf Elektromotoren angetrieben Acht Rotoren sorgen für den Auftrieb beim Senkrechtstart und bei der Landung, während vier Propeller im Vorwärtsflug für den Vortrieb sorgen sollen.

Erste Flugtests schon im Jahr 2019

Elroy Air hat einen Proof-of-Concept-Prototyp der Drohne schon 2019 geflogen, allerdings wurde dieser noch von sechs Rotoren und einem Heckpropeller angetrieben. Im Flugbetrieb soll eine Fläche von 15 mal 15 Metern für den autonomen Betrieb der Drohne am Boden reichen, so dass eine minimale Infrastruktur ausreicht. Dank eines schnell austauschbaren Frachtbehälters kann die Drohne innerhalb kürzester Zeit für verschiedene Missionen umgerüstet werden.

Das Fluggerät soll zwar autonom fliegen, kann aber laut Herstellerangaben auch jederzeit von einem Piloten ferngesteuert werden, wenn es die Regularien der Luftfahrtbehörden der Länder vorschreiben, in denen Chaparral fliegen soll. Dank eines hybrid-elektrischen Antriebs erreicht Chaparral eine Reichweite von 724 Kilometern.

Elroy Air wird die Chaparral-Drohne aber nicht selbst fertigen. Das Unternehmen hat für den US-Markt den Hersteller Kratos Defense & Security Solutions mit der Fertigung beuaftragt. Noch in diesem Jahr soll das erste Serienexemplar aus der Fabrik in Sacramento, Kalifornien, rollen.

Volker K. Thomalla

 

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