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Boeing wirft beim T-45-Nachfolger für die U.S. Navy das Handtuch

Es geht um einen Auftrag über mehr als 200 Jet-Trainer für die U.S. Navy. Nach Lockheed Martin hat sich jetzt auch Boeing entschieden, an der Ausschreibung nicht teilzunehmen.

16.06.2026

Boeing hat die U.S. Navy darüber informiert, dass sich das Unternehmen an der derzeitigen Ausschreibung für einen Nachfolger der T-45C Goshawk nicht beteiligen wird. © Boeing

Ab 2035 benötigt die U.S. Navy einen neuen Jet-Trainer für ihr Undergraduate Jet Training System (UJTS). Heute setzt sie dafür die T-45C Goshawk ein. Ende März dieses Jahres hatte sie – wie von AeroBuzz berichtet – eine Angebotsaufforderung an mehrere Hersteller geschickt, die sich bewerben könnten. Neben dem Flugzeug soll das Angebot auch Simulatoren, Verfahrensübungsgeräte und Lernsoftware umfassen.

Die US-Marine hatte den Herstellern eine kurze Frist, nämlich bis zum 29. Juni dieses Jahres, gegeben, um auf das RFP (Request for Proposal) zu antworten. Lockheed Martin hatte schon im vergangenen Monat die U.S. Navy informiert, dass sie sich nicht an der Ausschreibung beteiligen würden. Zwei Wochen vor der Abgabefrist hat auch Boeing die Beschaffungsbehörde informiert, dass sie sich nicht an dieser Ausschreibung beteiligen werden.

Der Konzern teilte mit: „Boeing legt großen Wert darauf, seine Zusagen einzuhalten, und wir beteiligen uns an Ausschreibungen für Programme, bei denen wir davon überzeugt sind, die passende, auf die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden zugeschnittene Lösung anbieten zu können. Nach sorgfältiger Prüfung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die T-7A die Anforderungen der U.S. Navy an das Ausbildungssystem für Jetpiloten (Undergraduate Jet Training System) nicht erfüllt. Daher haben wir die Navy darüber informiert, dass wir uns nicht an der aktuellen Ausschreibung beteiligen werden.

Wir halten weiterhin an unserem Ziel fest, die T-7A als moderne, zukunftsfähige Ausbildungslösung für Piloten der 4., 5. und 6. Generation bereitzustellen, die sich an verändernde Anforderungen anpassen lässt. Wir freuen uns darauf, der Navy sowohl aktuelle als auch zukünftige Fähigkeiten bereitzustellen und deren Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.“

Die Zahl der Wettbewerber schrumpft

Damit verkleinert sich der Kreis der potenziellen Lieferanten. Neben Textron Aviation, die mit der Beechcraft M-346N ins Rennen gehen wollen, werden sich wohl noch weitere Wettbewerber um den Auftrag bemühen, wie beispielsweise die Sierra Nevada Corp. mit dem Jet-Trainer Freedom und Stavatti Aerospace mit dem Entwurf der SM-31T Stiletto

Volker K. Thomalla

 

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