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Erstflug des Hensoldt PrecISR 1000-Radars

Die Hensoldt GmbH hat ihr neues PrecISR-Radar an Bord einer Cessna Caravan von H3 installiert und ist damit geflogen. Einen Kunden für das leistungsfähige neue Gerät mit elektronischer Strahlschwenkung gibt es bereits. Er erwartet die Lieferung der ersten Einheit noch vor Ende dieses Jahres. 

13.06.2020

Hensoldt hat bei H3 Mission Systems den ersten Flug seines luftgestützten PrecISR-Radars absolviert. © Hensoldt

Der auf Verteidigungselektronik und Sensortechnologie spezialisierte Hersteller Hensoldt GmbH aus Taufrischen hat den Erstflug seines neu entwickelten luftgestützten Radars PrecISR gefeiert. Das neue Radar wurde in Mindelheim-Mattsies unter eine Cessna Caravan von H3 installiert. Innerhalb von nur zwei Monaten haben die Ingenieure und Techniker von H3 das PrecISR-Radar installiert, getestet und geflogen, berichtet Hensoldt.

Vielzahl von potenziellen Plattformen

Die Sensoren sind skalierbar und deshalb unter einer Vielzahl von Sensorträgern wie Flächenflugzeugen, Drohnen und Hubschraubern verwendbar. Das Radar setze die neuesten Erkenntnisse der aktiven elektronischen Strahlschwenkung- und Digitalempfängertechnologie in einen skalierbaren Hochleistungssensor um, so Hensoldt. Dank seiner softwaredefinierten Radarmodi und der elektronischen Strahlsteuerung könne PrecISR verschiedene Aufgaben zeitgleich erfüllen. Es sei in der Lage, mehr als tausend Objekte zu erfassen, zu verfolgen und zu klassifizieren und damit buchstäblich die „Nadel im Heuhaufen“ zu finden.

H3 betreibt eine Cessna Caravan als Versuchsträger für verschiedene Sensoren. © Volker K. Thomalla

Aufgrund seines kompakten Designs und der Tatsache, dass sich alle radarrelevanten Komponenten außerhalb der Flugzeugzelle befinden, sei die Plattformintegration von PrecISR im Vergleich zu anderen Radargeräten erheblich einfacher. Seine überlegene Präzision und Zielgenauigkeit machten das Radar zum Sensor der Wahl für die Überwachung großer See- und Küstengebiete.

Einen ersten Auftrag für das PrecISR-Radar gebe es bereits, so der Hersteller, ein Unternehmen, das luftgestützte Aufklärungsflüge durchführe, erwarte noch vor Ende des Jahres die Lieferung eines PrecISR-1000-Radars zum Einbau in eine Pilatus PC-12.

Volker K. Thomalla

 

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